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Konzentration!

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Konzentration

Erfahren Sie in 45 Minuten, was Körper und Seele zur Konzentration benötigen. Optimieren Sie Ihre Umgebung, um fokussierter arbeiten zu können und eliminieren Sie Fehlerquellen, die Ihre Aufmerksamkeit lahmlegen. Lernen Sie „25 Strategien, um bei der Sache zu bleiben“ und erreichen Sie so mit Ruhe und Gelassenheit Ihre Ziele.

Textprobe

3.3 Licht: Verschaffen Sie sich die Erleuchtung

Bestimmt haben Sie auch schon die erhellende Erfahrung gemacht: Bei schummriger Beleuchtung wird vielleicht unser Sinn für Romantik aktiv, ganz sicher aber nicht die Konzentrationsfähigkeit. Wie unter Strategie 1 bereits erklärt, liegen die Ursachen dafür in der Melatoninproduktion des Körpers. Das blauwellige Licht der meisten Bildschirme und der typischen „kalten“ Energiesparbirnen kann also gezielt zum Einsatz kommen, um die Konzentration anzukurbeln. Solange dies nicht kurze Zeit vor dem Schlafengehen geschieht. Eine Studie der niederländischen Twente Universität aus dem Jahre 2009 zeigte anhand von Schulklassen den signifikanten Anstieg der Konzentrationsfähigkeit unter Einsatz blaustichiger Lichtquellen.

Was Sie zunächst tun können, ist also, Ihren Arbeitsplatz sinnvoll auszuleuchten. Tageslicht hat durch seine Zusammensetzung den besten Einfluss. Platzieren Sie Ihren Tisch somit möglichst in Fensternähe. In dunklen Räumen oder insgesamt, wenn in der kalten Jahreszeit die Nacht schon gen halb vier Uhr nachmittags beginnt, helfen sogenannte Tageslichtlampen. Solide Modelle kosten kein Vermögen und machen einen strahlenden Unterschied. Während ein gut beleuchtetes Badezimmer beispielsweise nur auf eine Helligkeit von 500 – 700 Lux kommt, liegen durchschnittliche Ausführungen der Tageslichtlampen bereits bei 10.000 Lux.

Für einen weiteren wichtigen Faktor bewirken die meisten dieser Lampen allerdings nichts, und zwar für die Bildung von Vitamin-D3, dem Sonnenvitamin. Auch dieses schützt, wie die B-Vitamine, das Gehirn und kann bei Unterversorgung zu starken Symptomen wie massiver Konzentrationsschwäche führen. Da im mitteleuropäischen Raum nahezu jeder Mensch mit gewöhnlichem Tagesablauf zu wenig in die Sonne kommt, um ausreichende Mengen dieses allein dadurch vom Körper herstellbaren Vitamins zu bekommen, können hochwertige Nahrungsergänzungsmittel eine Option darstellen. Und natürlich dennoch: So häufig wie möglich der Gang ins Freie.

3.4 Ruhe, bitte: Störenfriede enttarnen und lahmlegen

Im einleitenden Beispiel haben Sie gesehen, wie stark ständige Ablenkung unseren Geist verwirrt. Ebenso wie das Hin- und Herwechseln zwischen den Buchstaben der beiden zu schreibenden Worte verhält es sich jedoch leider mit allen Unterbrechungen, die sich in unsere konzentrierte Arbeit mischen. Deshalb gilt es zunächst, diese Störenfriede als solche zu enttarnen. Das ist individuell völlig verschieden. Während der eine immer wieder aufs Handy schaut und seinen Status aktualisiert, wird ein anderer von seinen Mitbewohnern abgelenkt. Analysieren Sie, welche Störenfriede sich bei Ihnen am häufigsten einmischen.

Besonders gern lassen wir uns übrigens von anderen Menschen ablenken, egal ob diese persönlich in der Tür erscheinen oder über das Smartphone auf sich aufmerksam machen. Das ist auch der Grund, warum nicht jeder an öffentlichen Plätzen wie Bibliotheken gut arbeiten kann. Achten Sie also gleich im Vorfeld darauf, dass der gewählte Ort zu Ihnen passt.

Sind die Störenfriede einmal erkannt, verschaffen Sie sich Ruhe. Das geschieht am besten, indem Sie vorab eine Zeitspanne festlegen, in der Sie konzentriert sein wollen. Stellen Sie dann sicher, dass in dieser Phase nicht das Telefon klingeln kann und kommunizieren Sie Ihren Mitbewohnern, Freunden oder Liebhabern, dass Sie für diesen begrenzten Zeitraum nicht oder nur im Notfall unterbrochen werden wollen. Wer Kinder hat, denen man so etwas naturgemäß nur begrenzt vermitteln kann, kombiniert diesen Tipp mit Strategie 9.

Die äußeren Einflüsse wären damit zu einem großen Teil gebändigt, aber vergessen Sie nicht, auch sich selbst zu dressieren. Legen Sie beispielsweise während der Arbeitszeit das Smartphone kategorisch außer Reichweite. Wer das Internet nicht zwingend für seine Aufgabe braucht, kann es vorübergehend abschalten. Ansonsten öffnen Sie vorher nur die Suchmaschine oder bestimmte Seiten, die Sie tatsächlich themenbezogen brauchen. Alle anderen Websites sind im Laufe Ihrer Konzentrationszeit tabu.

Mein Tipp: Legen Sie sich auch ein Notizblatt bereit. Ich liebe diesen Trick für den Fall, dass mir kreative Ideen während der Arbeit kommen. Statt sie irgendwo in meinem Aufmerksamkeitsfenster für später parken zu müssen, notiere ich die Geistesblitze direkt. Dann ist der Kopf wieder frei und dennoch geht nichts Spontanes verloren. Die altmodische Zettel-Variante ist dabei dringend zu bevorzugen, denn der Griff zur App birgt die Gefahr ungelesene Nachrichten oder Ähnliches zu sehen…

3.5 Machen Sie mal Pause!

Konzentriert tätig zu sein, bedeutet nicht, dass Sie ohne Unterbrechung stundenlang im Hochleistungsmodus schuften müssen. Im Gegenteil, diese Vorgehensweise würde Ihre Leistungsfähigkeit signifikant herabsetzen. Tatsächlich beschränkt sich unsere absolute Konzentrationsfähigkeit auf einen Zeitraum von 20 Minuten. Danach lassen wir stetig etwas nach. Ist dann eine Periode von allerhöchstens 90 Minuten verstrichen, muss dringend eine Pause her. An dem 90-Minuten-Muster orientieren sich beispielsweise die typischen „Doppelstunden“ der Schullehrpläne.

Effizienter arbeiten Sie jedoch, wenn Sie sich die 20 Powerminuten zunutze machen. Denn diese sind glücklicherweise nicht nur einmal pro Tag verfügbar, sondern mit jeder neu begonnenen Konzentrationsphase frisch abzurufen. Vorausgesetzt, der Geist bekam vorher eine wohltuende Pause. Was die gute von der sinnlosen Pause unterscheidet, erklärt Strategie 6. Mein liebstes Pausenmodell ist die sogenannte Pomodoro-Technik. Sie funktioniert so:

  1. A) rund 20 Minuten konzentriertes Arbeiten
  2. B) danach eine Kurzpause von 5 Minuten
  3. A) die nächste Arbeitseinheit à 20 Minuten
  4. C) nach vier solcher Arbeitseinheiten eine Langpause von 30 Minuten

Stellen Sie sich einfach einen Timer, um nicht ständig auf die Uhr zu sehen. Besonders gut eignen sich auch Sport-Apps, die eigentlich fürs Intervalltraining gedacht sind. Die genauen Zeitangaben der Arbeitseinheiten können Sie individuell anpassen, und zwar +/- 5 bis 10 Minuten. Die Pausen hingegen sind in dieser Form sinnvoll konzipiert und sollten nicht verändert werden.

Die Vorteile:

  • Sie haben einen Plan, der Ihre Arbeit strukturiert.
  • Die überschaubare Zeitspanne von nur 20 Minuten motiviert, in dieser Phase wirklich Gas zu geben.
  • Zudem lassen sich für jede Arbeitseinheit kleine Teilziele formulieren, die Sie in diesem Intervall geschafft haben wollen. Das steigert die Motivation gleich noch einmal und erhöht nachweislich die Produktivität.
  • Die begrenzten Pausenzeiten bewahren Sie davor, sich zu verzetteln.

Die Strategie lässt sich auf nahezu alle Pflichten anwenden. Ob Ihre Arbeitszeit nun daraus besteht, konzentriert einen Text zu lesen (oder zu schreiben), Akten zu klären oder vielleicht auch einfach gezielt Badputz und Fußbodenreinigung zu erledigen, ist nicht von Bedeutung. Hauptsache Sie widmen sich im Laufe der aktiven Phasen hundertprozentig Ihrem Thema, während Sie sich in den Pausen bewusst davon abwenden.

Inhaltsverzeichnis: Konzentration! 25 Strategien, um bei der Sache zu bleiben

1. Einleitung – Gestatten, Konzentration!
2. Warum Konzentration so wichtig ist
2.1 Test: Konzentriertes Arbeiten versus Multitasking
2.2 Die Kehrseite des Multitaskings
3. Die 25 Strategien zur besseren Konzentration
3.1 Entstressen: Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper
3.2 Richtig essen: Konzentration geht durch den Magen
3.3 Licht: Verschaffen Sie sich die Erleuchtung
3.4 Ruhe, bitte: Störenfriede enttarnen und lahmlegen
3.5 Machen Sie mal Pause!
3.6 Pause ist nicht gleich Pause
3.7 Erste Hilfe bei akuter Erschöpfung: der Power-Nap
3.8 Haben Sie Spaß – Begeisterung wirkt konzentrationsfördernd
3.9 Zeitmanagement: gut geplant ist schon fast konzentriert
3.10 Die Kraft der Musik
3.11 Freier Kopf voraus – durch Visualisieren
3.12 Lassen Sie Druck ab
3.13 Die 5-Minuten-Regel
3.14 Notfallplan: Konzentration in Krisenzeiten
3.15 Das Schwierigste bekommt den Vortritt
3.16 Koffein! Von Kaffee über Grüntee bis Guarana
3.17 Schreiben Sie sich Erfolge vor
3.18 Langfristig: Ginkgo Biloba
3.19 Zuversicht statt „Ich kann es nicht“
3.20 Haltung bewahren
3.21 Es lebe der Sport – wohldosiert
3.22 Schluss mit chronischer Überlastung
3.23 Power-Moves zum Wachwerden
3.24 Anspannung + Entspannung = Ausgleich
3.25 Üben, üben, üben!
4. Zusammenfassung: Von Kopf bis Fuß auf Konzentration eingestellt
5. Schlusswort

Über das Buch

  • Titel: Konzentration! 25 Strategien, um bei der Sache zu bleiben
  • Format: mobi, epub
  • Dateigröße: 311 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 62 Seiten
  • Verlag: BookRix (24. Februar 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • Coverbild: complize, Photocase.de
  • Aus der Reihe “Madame Missou KOMPAKT – Wissen in 45 Minuten”
  • Buchumfang: ca. 45 Minuten Lesezeit, 40 DIN-A4 Seiten, 70.000 Zeichen, 10.000 Worte

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