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Ratgeber für Frauen, die sich trauen.

Lust auf Glück

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Lust auf Glück

Glück ist…? Grenzenloses Feiern, exzessiver Sex und üppige, nie endende Mahlzeiten? Auch! Madame Missou zeigt jedoch, wie sich Freude und Schmerz nach Epikurs Lustprinzip dosieren lassen, sodass sich das vorübergehende Hochgefühl nicht in reuige Katerstimmung verwandelt. Anhand der Glückstheorie des antiken Philosophen führt der Ratgeber auf unterhaltsame Weise zu den Grundbedingungen des Glücks. Dazu gehört eine bewusste Hinwendung zum Positiven ebenso wie das Ausschalten selbsterfüllender Prophezeiungen. Sie werden erstaunt sein: Wie viel jahrtausendealte Erkenntnisse mit modernem Glück zu tun haben können. Das kompakte eBook zeigt Ihnen in einer Lesezeit von rund 45 Minuten wie Sie das kleine Glück wahrnehmen, um das große Glück zu finden.

Textprobe

3. Vorbedingung: Angst loswerden

„Hab ich es doch gewusst!“ Wer mit diesen Worten auf den Lippen schon einmal ein verpatztes Bewerbungsgespräch, mäßiges Referat oder einen anderen ähnlichen Termin mit unerfreulichem Ausgang verließ, weiß instinktiv um die Hauptrolle der Angst unter den Gegnern des Glücks. Heutzutage sieht das Wirken dieser unfreundlichen Protagonistin so aus:

Sie stehen vor einem wichtigen Ereignis schon mit ungutem Gefühl im Bauch auf. Während Sie sich im Bad zurechtmachen, stellen Sie sich vor, was Sie erwarten wird. Sie bleiben dabei mit Schaudern vor allem bei jenen Episoden hängen, die peinlich werden könnten. Auch solche, die Sie nicht wirklich einschätzen können, erregen ein flaues Gefühl in der Magengegend. Dieses Gefühl breitet sich immer weiter aus, je weiter Sie nur denken. Mit diesem negativen Input ziehen Sie schließlich los, und tatsächlich: alles läuft gründlich schief!

Leider pflegen sich die Befürchtungen oft zu bewahrheiten. Warum ist das so? Selbsterfüllende Prophezeiung nennen Experten dieses Phänomen. Das Ganze funktioniert so: Die eigene negative Grundhaltung, die aus den irrationalen Ängsten vor bestimmten Situationen hervorgeht, beeinflusst unmerklich auch unser Verhalten. Man könnte sagen, wir verkaufen uns dadurch so schlecht, wie wir uns innerlich fühlen. Ein anschauliches Beispiel für den gleichen Ablauf bietet etwa die Konfrontation mit neuen Personen.

Variante A: Ein neuer Kollege erscheint auf der Bildfläche. Er sieht ganz nett aus. Da Sie noch nichts über ihn wissen, fangen Sie ein lockeres Gespräch an und sind überrascht, wie sympathisch sein Lächeln wirkt. Diese ersten Kontakte gründen eine offene Basis für eine gute Entwicklung des Kontakts.

Variante B: Da ist er, dieser neue Kollege, von dem Sie schon hörten, welch oberflächlicher Typ er sein soll. Ein Problem mit Frauen wird ihm zudem nachgesagt. Das sieht man ihm ohnehin direkt an. Da Sie mit ihm zusammen für ein Projekt eingeteilt sind, können Sie nicht anders, als sich mit ihm bekannt zu machen. Natürlich tun Sie dies mit gebührendem Abstand und skeptischer Zurückhaltung. Er merkt dies und verschließt sich instinktiv ebenfalls. Sie wirken auf ihn wie die Person, die er sich gerade nicht als neues Teammitglied wünschte.

Zugegeben, die Situationen sind sehr eindeutig gezeichnet. Allerdings passieren sie so oder so ähnlich in den zahlreichen Facetten des gewöhnlichen Alltags immer wieder: Die selbsterfüllende Prophezeiung gibt den Weg vor.

3.1 Gute Ängste, böse Ängste

Angst ist nicht immer schlecht. Allgemein unterscheiden wir zwischen nützlichen „Schutzängsten“ und angelernten, nicht wirklich begründeten Ängsten. Sogenannten Schutzängste sind den Menschen seit jeher angeboren: Ohne dieses natürliche Affektverhalten wäre der Höhlenmensch wohl einfach stehengeblieben anstatt zu flüchten, wenn sich ein zähnefletschender Wolf näherte. Ebenso wie wir dank dieses intuitiven Mechanismus heute alarmiert aktiv werden, wenn sich Brandgeruch in der Wohnung ausbreitet. Diese guten Ängste gehören zu uns, sie sichern unser Überleben.

Der angelernten Furchtsamkeit gehen häufig schlechte Erfahrung oder allgemeine Selbstzweifel voraus. In vielen Fällen hemmen diese Befürchtungen unsere Handlungsfähigkeit und führen dazu, dass wir unser schlechtestes mögliches Ich präsentieren. Dazu gehört die selbsterfüllende Prophezeiung ebenso wie die negative Gedankenspirale oder das Hineinsteigern in Horrorszenarien, die sich dem eigenen Einfluss entziehen. Betrugsgedanken sind ein gängiges Beispiel dafür: „Der Partner ist allein unterwegs, bestimmt sieht er gerade einem verführerischen Hüftschwung hinterher oder gar noch mehr. Ja bestimmt sitzt er bereits mit „den Hüften“ beim Kaffee…“ Was bringen solche oder ähnliche Gedanken konstruktiv? Schlechte Stimmung, noch mehr Misstrauen und vielleicht sogar die eine oder andere Spitzfindigkeit beim nächsten Wiedersehen. Schützen sie jedoch oder besteht die Möglichkeit, dadurch gezielt einzugreifen? Nein.

Kurz gesagt: Die guten Ängste beschützen uns vor aufziehendem Übel. Die bösen Ängste lassen dieses Übel eher selbst aufziehen oder verstärken es.

3.2 Furcht blockiert die Gegenwart

Ich erzähle Ihnen so viel von den beiden grundverschiedenen Formen der Angst, weil sie einen grundlegenden Bezug zum Glück hat, den auch Epikur schon herstellte. Für ihn war die Beseitigung sinnloser Befürchtungen sogar die Grundvoraussetzung, um sich Glück aufbauen zu können. Natürlich behielten auch zu seiner Zeit die schützenden Grundängste ihre Berechtigung. Diese unterschied der Glückslehrer jedoch von nicht-vernunftbasierten Befürchtungen, die das Hier und Jetzt blockieren. Absolute Gottesfurcht und Schicksalsergebenheit gehörte für die damaligen Zeitgenossen zu den hauptsächlichen Hindernissen. Ein Gewitter bedeutete sogleich eine Strafe der Götter. Das Leben erschien bereits durch göttlichen Willen vorbestimmt. Dazu kam das Leben nach dem Tod, auf das sich die Bestrebungen richteten. Oft lebte man pflichtbewusst, um nicht in der nächsten Inkarnation die Strafe dulden zu müssen, anstatt in Hinblick auf dieses Leben die bestmöglichen Entscheidungen zu wählen. Diesen sehr vereinnahmenden Teufelskreis versuchte Epikur zu durchbrechen. Dafür setzte er vor allem auf die Vernunft. Neben philosophischen Lehren brachte er ungezählte wissenschaftliche Betrachtungen hervor, die eindrucksvoll belegten, dass der Mensch für sich selbst verantwortlich sei. Unwetter erklärte er beispielsweise als naturwissenschaftliche Ereignisse (anstelle von Götterstrafen) und gab auf diese Weise sinnvolle Erklärungen, die die Denkweise seiner Anhänger neu ordneten. Wozu aber dieser immense Aufwand zum Beseitigen der Furcht: Weil die Menschen dadurch die Möglichkeit erhielten, frei und selbstbestimmt zu handeln.

Erstaunlicherweise können wir modernen Spitzen der Zivilisation auf ganz ähnliche Weise gegen die genannten hinderlichen Befürchtungen ankommen.

1. Erkennen
2. rational überprüfen
3. mit positiven Eindrücken neutralisieren oder:
4. weitreichendere Konsequenzen ziehen

Die Punkte 1 bis 3 erklären sich aus dem bisher Gesagten. Punkt 4 bedeutet, dass die rationale Prüfung ja durchaus nicht immer ergeben muss, dass eine Befürchtung unbegründet oder falsch ist. Um auf die bisherigen Beispiele zurückzukommen:

– ist das gedankliche Eifersuchts-Szenario häufiger präsent und erhält möglicherweise seinen Ursprung durch wahre Tatsachen, müsste man darüber nachdenken, ob und wie die Beziehung weitergeführt werden soll. Deuten die Zeichen hingegen eher auf ein Eifersuchtsproblem, müsste dieses per se Aufmerksamkeit bekommen, etwa durch Aufarbeitung, Stärkung des Selbstvertrauens oder auch Therapie.
– Liegt der unguten Haltung am Morgen vor dem wichtigen Termin eine wahre Ursache zugrunde? Schlechte Vorbereitung etwa, oder vielleicht passt die Stelle tatsächlich gar nicht zu den eigenen Bedürfnissen?

Das soll, kurz gesagt, heißen: Es ist wichtig, dass Sie lähmende Ängste beseitigen. Allerdings nicht durch Unterdrücken und Ignorieren, sondern indem Sie sich bewusst mit den Ursachen auseinandersetzen und diese bestenfalls beheben. Sollte das nicht (sofort) möglich sein, hilft die Notbremse nach dem Motto: Hallo Gedankenspirale, ich schalte dich jetzt bewusst aus und verlasse mich lieber auf all das, was mir guttut.

Inhaltsverzeichnis: Lust auf Glück: Wie Epikur Sie einfach glücklich macht!

1. Einleitung – leichter Leben nach dem Lustprinzip?
2. Das Lustprinzip – und was es NICHT bedeutet
2.1 Einer der größten Glückslehrer aller Zeiten
2.2 Was ist Glück?
2.3 Glück ist machbar!
3. Vorbedingung: Angst loswerden
3.1 Gute Ängste, böse Ängste
3.2 Furcht blockiert die Gegenwart
3.3 In der Tat: Analysewoche
4. Grundlage: Sinnliche Wahrnehmung
4.1 Achtsamkeit
4.2 Dankbarkeit
4.3 Zwischen Epikur und Eros
4.4 In der Tat: Sinnlichkeit trainieren
4.5 In der Tat: Sinnlichkeit für Fortgeschrittene
4.6 In der Tat: Danke, liebes Leben…
5. Hauptakteure: Freude und Schmerz
5.1 Gute Freude suchen
5.2 Unnötigen Schmerz vermeiden
5.3 Falsche Freude vermeiden (die später zu „Schmerz“ führt)
5.4 Guten Schmerz suchen (der später zu Freude führt)
5.5 In der Tat: Suchspiel
6. Haupterkenntnis: Seelenruhe ist gleich Glück
6.1 Was will ich wirklich: nötige und unnötige Bedürfnisse
6.2 Grundbedürfnis Freundschaft
7. Rückzug in den Garten?
8. 15 Weisheiten – Madame Missou im Gespräch mit Epikur
9. Fazit: Einfach glücklich sein!
10. Schlusswort

Über das Buch

  • Titel: Lust auf Glück: Wie Epikur Sie einfach glücklich macht!
  • Format: mobi, epub
  • Dateigröße: 325 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 50 Seiten
  • Verlag: BookRix (13. Dezember 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • Coverbild: ndanko , Photocase.de
  • Aus der Reihe “Madame Missou KOMPAKT – Wissen in 45 Minuten”
  • Buchumfang: ca. 45 Minuten Lesezeit, 40 DIN-A4 Seiten, 70.000 Zeichen, 10.000 Worte

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