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Ratgeber für Frauen, die sich trauen.

Mütter & Töchter: 25 Tipps für mehr Respekt

Mutter und Tochter

Mütter und Töchter. Keine andere Konstellation birgt so viel Konfliktpotenzial. Doch warum eigentlich? Was macht dieses Duo zu einer solch gefährlich-explosiven Mischung? Immerhin beginnt diese Beziehung meist innig, vertraut und voller Liebe. Die Mutter ist der sichere Hafen, die Anlaufstelle für große und kleine Probleme wie auch Vertraute. Aber wieso sind wir in späteren Jahren dann so bedacht darauf, unser Idol der Kindheit vom Sockel zu stoßen? Gerade in dieser Zeit kann der Kontakt abbrechen, weil es scheinbar zu unüberwindbaren Konflikten kommt.

Wie Sie sich einander wieder annähern können, die Brisanz Ihrer Beziehung entschärfen und mehr Respekt & Verständnis füreinander aufbringen, zeigt Ihnen der Ratgeber von Madame Missou in 45 Minuten. Entdecken Sie 25 Wege, den Teufelskreis zu durchbrechen und nicht immer über die gleichen Themen in Rage zu geraten. Schaffen Sie eine Balance aus Nähe und Distanz. Freuen Sie sich auf ein erwachsenes Verhältnis zueinander, bei dem jeder seine Grenzen kennt und respektiert.

Ein Kurzratgeber speziell für aufgeschlossene und lösungsorientierte Töchter, der jedoch auch interessierten Müttern empfohlen werden kann.

Textprobe

3. Verschiedene Mutter-Typen, die schlecht für eine gesunde Beziehung zur Tochter sind

1. Die Ehrgeizige

Ihr Leben hat sie perfekt im Griff. Was auch immer sie anpackt, gelingt und zwar hundertprozentig: Makelloses Aussehen, tolle Ehe, steile Karriere und wohlerzogene Kinder. Sie weiß, was sie will und bekommt es auch. Logisch, dass die Erwartungen an den eigenen Nachwuchs da immens groß sind. Es herrscht Erfolgsdruck und nur mit Leistung, Gewinnen und guten Noten kann bei ihr gepunktet werden. „Wenn du einen Einser-Schnitt auf dem Zeugnis hast, bekommst du ein Fahrrad am Ende des Schuljahres.“ Diese Mutter ist glücklich, solange es gut läuft. Bei Niederlangen wird hingegen mehr Druck aufgebaut, die Tochter herablassend behandelt oder mit Häme überschüttet. Das Beste zu geben ist eben nicht gut genug. Die Folge für die Tochter: Versagensängste, Panik vor Prüfungen oder Wettbewerben, unrealistische Vorstellungen von sich selbst und den Anspruch immer die Beste zu sein zu müssen, nicht zu genügen. Sie wird sich nur geliebt fühlen, wenn die Leistung stimmt. Trost oder Aufmunterung beim Versagen sucht sie bei der Mutter vergeblich.

2. Der Kontrollfreak

Alles muss so laufen, wie sie es möchte. Beim Baby und Kleinkind kann sie dabei noch alles in Ruhe so organisieren und beaufsichtigen, wie sie es für richtig hält. Jedes kleinste Detail wird geplant und nach ihren Vorstellungen ausgeführt. Je älter die Tochter wird, umso mehr entzieht diese sich jedoch ihrer Kontrolle. Von Kleidung, über Ernährung, Freunde, Hobbys, bis hin zum ersten Freund: Sie muss alles wissen und mischt im Leben ihrer Tochter kräftig mit. Nichts bleibt vor ihr verborgen und sie hat stets ein Veto im Ärmel. Der Kontrollfreak verhandelt dabei nicht gerne und Kompromisse sind ihm zu wider. Stattdessen gibt er herrisch und barsch Befehle und trifft gern Entscheidungen für andere. Diese Mutter kann ihren Mitmenschen außerdem nicht besonders gut vertrauen, will Aufgaben nur schwerlich oder lieber gar nicht abgeben. Schließlich erledigt niemand die Dinge so gut wie sie. Dies kann zu Übervorsichtigkeit und Hilflosigkeit beim Kind führen, weil die Mutter scheinbar kein Vertrauen in die Fähigkeiten ihrer Tochter hat.

3. Die Dominante

Was sie sagt, ist Gesetz. Durch Unterdrückung und strenge Regeln managt sie Kinder und Erziehung und scheut dabei auch vor Strafen nicht zurück. Solange die Tochter gehorcht, keine Widerworte gibt und der Mutter jeden Wunsch erfüllt, funktioniert die Beziehung oder sie wird zumindest in gewissem Maße erträglich. Doch wehe, es wird sich aufgelehnt oder es werden gar selbständig Entscheidungen getroffen. Diese Mutter möchte bestimmen, und zwar noch weit über die Kinderjahre hinaus. Wer es nicht schafft, dem zu entfliehen, der wird auch im späteren Leben nie den Mund aufmachen und für sich und seine Interessen einstehen. Im Gegenteil: Wer gelernt hat, dass nur Unterwerfung akzeptabel ist und das Leben nur so funktioniert, der wird stets klein beigeben und sich von anderen auf der Nase herumtanzen lassen.

4. Die Unnahbare

Ist die eigene Mutter nicht verfügbar, zeigt wenig bis gar keine Gefühle und gibt sich womöglich gleichgültig gegenüber ihrer Tochter, so lernt diese Folgendes: Ich bin nicht liebenswert und bin es nicht wert, dass mir Aufmerksamkeit geschenkt wird. Dies kann schwerwiegende Folgen für das spätere Leben in der Erwachsenenwelt haben. Wer sich minderwertig fühlt, hat weniger Selbstbewusstsein und erwartet mitunter gar nicht, von anderen respektiert und angenommen zu werden. Wird die Tochter von anderen ignoriert oder schlecht behandelt, lehnt sie sich womöglich nicht dagegen auf, sondern akzeptiert diesen Umstand als gegeben. Die fehlende Zuwendung und Liebe können andere Familienmitglieder, wie Tante, Großeltern oder Vater zwar teilweise ausgleichen, trotzdem bleibt stets eine Lücke, die schwer zu füllen ist. Mit etwas Glück wird die Tochter dennoch lernen, dass sie wunderbar und liebenswert ist und das eine zerrüttete und schlechte Beziehung (nämlich die zur Mutter) nicht alle weiteren Bande bestimmen muss. Freunde und ein verständnisvoller Partner können bei diesem Prozess helfen.

5. Die Unzuverlässige

Wer früh lernt, dass geliebte Bezugspersonen nicht zuverlässig oder sprunghaft sind, dessen Welt gerät als Kind mitunter ins Wanken. Eine Enttäuschung folgt der nächsten und immer ist eine Ausrede seitens der Erwachsenen parat. Das Vertrauen in die Helden der Kindheit geht verloren und wir werden skeptisch und misstrauisch. In einer späteren Beziehung oder Freundschaft können die Erfahrungen der Kindheit schließlich zu unkontrollierbarer Eifersucht führen, wenn der Partner einmal Zeit alleine verbringen möchte oder ein Versprechen nicht einhält. Misstrauen ist für keine zwischenmenschliche Beziehung gesund, erst recht nicht, wenn jedes Wort und jede Handlung auf die Goldwaage gelegt und hinterfragt werden.

6. Die Träumerin

Sie lebt unerfüllte Wünsche und Träume durch ihre Tochter. Schon früh lenkt sie die Interessen des Kindes dazu in bestimmte Bahnen, ob es will oder nicht. Sie ist nicht abweisend oder kühl, sondern durchaus liebevoll und für die Tochter da. Allerdings fordert und fördert sie den Erfolg und fühlt sich nur durch ihn bestätigt und wertvoll. Es verwischen dabei die Grenzen zwischen ihr und dem Kind. Seine Errungenschaften sind gleichzeitig die ihren. Die Tochter hingegen bekommt nicht die Freiheit sich selbst auszuprobieren. Ihre Wünsche und Vorstellungen vom Leben werden missachtet. Normalerweise gibt eine Mutter dem Kind Sicherheit und Rückhalt, ermutigt es aber dazu in die Welt hinauszutreten und eigene Erfahrungen zu machen.

4. Mutter und Tochter als beste Freundinnen – Geht das?

Kaum zu glauben, aber wahr! Es gibt sie tatsächlich. Die Unzertrennlichen, die Eingeschworenen, die besten Freundinnen. Selbst weit über die Teenagerjahre hinaus bleibt die Beziehung eng und vertraut. Es werden zusammen Shoppingtouren unternommen, Kleidung getauscht, es gibt kaum Geheimnisse und jeder Aspekt des Lebens wird gemeinsam diskutiert. Auch wenn einige Außenstehende dieses Mutter-Tochter-Verhältnis als ein wenig verstörend ansehen, so ist zunächst jedoch nichts Verwerfliches daran. Die Mutter als engste Vertraute? Warum nicht.

Inhaltsverzeichnis: Mütter & Töchter: 25 Tipps für mehr Respekt, Verständnis und Harmonie (Kurzratgeber für Töchter)

1. Einleitung
2. Mutter und Tochter – Eine ganz besondere Beziehung
2.1 Was ist Liebe?
2.2 Explosiver Gesprächsstoff – Warum einfache Gespräche oft zum Streitpunkt werden
3. Verschiedene Mutter-Typen, die schlecht für eine gesunde Beziehung zur Tochter sind
1. Die Ehrgeizige
2. Der Kontrollfreak
3. Die Dominante
4. Die Unnahbare
5. Die Unzuverlässige
6. Die Träumerin
4. Mutter und Tochter als beste Freundinnen – Geht das?
5. Wie kann die Beziehung verbessert und mehr Harmonie erreicht werden?
1. Wertschätzung zeigen
2. Weniger Reden, mehr machen! – Gemeinsame Unternehmungen
3. Der erste Schritt ist der schwerste
4. Probleme offen ansprechen
5. Sie müssen nicht jede Schlacht gewinnen – Konzentrieren Sie sich auf die wichtigen Dinge
6. Gemeinsame Interessen entdecken
7. Versetzen Sie sich in die Lage des anderen
8. Vergeben und Vergessen
9. Treffen Sie sich
10. Lassen Sie den anderen an Ihrem Leben teilhaben
11. Balance schaffen
12. Seien Sie erreichbar
13. Hören Sie gut zu oder machen Sie hinterher Notizen
14. Bis hier hin und nicht weiter! – Grenzen setzen
15. Bleiben Sie realistisch
16. Versuchen Sie es mal anders – Warum müssen sich immer nur die anderen ändern?
17. Zügeln Sie Ihre Emotionen
18. Ratschläge geben ja, aber richtig
19. Einigen Sie sich darauf, sich nicht einigen zu können
20. Pssst! – Bewahren Sie Anvertrautes und Geheimnisse
21. Involvieren Sie niemanden sonst in Ihre Konflikte
22. Ich bin nicht du!
23. Freiraum geben
24. Was ich an dir mag
25. Mutter hatte doch recht!
6. Schlussteil und Fazit
7. Anhang, Rechtliches und Impressum

Über das Buch

  • Titel: Mütter & Töchter: 25 Tipps für mehr Respekt, Verständnis und Harmonie (Kurzratgeber für Töchter)
  • Format: mobi, epub
  • Dateigröße: 409 KB
  • Verlag: BookRix (1. Juli 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • Coverbild: Mr. Nico , Photocase.de
  • Aus der Reihe “Madame Missou KOMPAKT – Wissen in 45 Minuten”
  • Buchumfang: ca. 45 Minuten Lesezeit, 40 DIN-A4 Seiten, 75.000 Zeichen, 11.000 Worte

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