Madame Missou

Drei Tipps für erholsamen Schlaf während der Zeitumstellung

Wie eine dunkle Gewitterwolke schwebt sie bereits am Horizont – die Umstellung auf die Winterzeit. Auch wenn wir eine Stunde gewinnen, die Zeitumstellung markiert das endgültige Sommerende und der veränderte Rhythmus bedeutet viel Stress für unseren Körper. Ich zeige dir, was du tun kannst, um die Zeitumstellung besser zu verkraften.

Bien sûr, ich muss ehrlich zugeben: So ganz verstehe ich das mit der Zeitumstellung nicht. Ursprünglich eingeführt, um Strom zu sparen und das Tageslicht optimal zu nutzen, konnte genau dieser Nutzen, also Energieersparnis, nie wirklich nachgewiesen werden. Und wir müssen uns noch heute mit diesem Relikt vergangener Tage herumschlagen, das schon für so manchen verpassten Termin, Müdigkeit und einen durcheinandergebrachten Biorhythmus verantwortlich ist. Mon dieu! Am 29. Oktober ist es dieses Jahr soweit. Die Uhren werden eine Stunde zurückgestellt – der Winter beginnt. Brrrr…

Das passiert in unserem Körper

Unser Körper ist unglaublich sensibel,  hochfunktional, aber auch ein wenig eigensinnig. Er folgt seiner eigenen Uhr und schert sich recht wenig um die tatsächliche Tageszeit. Viele biologische Funktionen  –  wie zum Beispiel Blutdruck, Puls und Körpertemperatur  – schwanken im Laufe des Tages teils erheblich. Beeinflusst wird die innere Uhr von der Sonne. Ist es früh und lange dunkel, schüttet unser Körper beispielsweise mehr von dem Schlafhormon „Melatonin“ aus. Deswegen liegen wir im Winter so gerne auf der Couch, während wir im Sommer bis in die Puppen tanzen können.

Kurz gesagt: Ist es dunkel, werden wir müde, ist es hell, bleiben wir wach. Unser Körper hat darüber hinaus eine Art „Gedächtnis“ für die Hormonausschüttung. Er weiß, wann er das Schlafhormon produzieren muss, um uns ins Bett zu locken und wann es Zeit wird für die Morgentoilette. Mit der Umstellung zur Winterzeit kriegt der Körper aber ein Problem. Denn der Wecker schrillt eine Stunde später als sonst. Eigentlich schön. Unser Körper denkt allerdings, wir würden verschlafen – und klingelt uns wach. Gegen Abend dann andersherum: Wir sind ermattet und müde, obwohl es doch erst 21 Uhr ist. Aber unser Körper lässt sich im wahrsten Sinne nicht hinters Licht führen, er  weiß, eigentlich ist es schon 22 Uhr und bald Mitternacht.

In der Ruhe liegt die Kraft

Bis sich der Körper an die neue Zeiteinteilung gewöhnt hat, vergehen 4 bis 14 Tage. Ältere oder kranke Menschen und Säuglinge brauchen dabei etwas länger. Besonders schwierig ist die Zeitumstellung auch für Menschen, die sowieso schon unter Schlafstörungen leiden oder beispielsweise im Schichtdienst arbeiten. Da gerät nun wirklich alles durcheinander. Die Folgen sind dann natürlich Müdigkeit, aber auch Konzentrationsstörungen, Schwankungen der Herzfrequenz, Gereiztheit und Appetitlosigkeit. Arrêt! So weit wollen wir es nicht kommen lassen. Deswegen verrate ich dir, was du für einen erholsamen Schlaf tun kannst.

Besser schlafen = besser wachen

1. Powerschläfchen begrenzen

Ah, was gibt es Schöneres als ein Schläfchen am Nachmittag? Gemütlich eingemummelt auf dem Sofa wegdämmern … herrlich. Aber Vorsicht! Wenn du zu oft und lange tagsüber schläfst, verringerst du den natürlichen Schlafdruck abends und bekommst Probleme mit dem Ein- und Durchschlafen. Länger als 20 Minuten sollte dein Mittagsschlaf nicht dauern.

 

2. Die lieben Laster

Eigentlich ist der Feierabend ja genau die richtige Zeit für ein entspanntes Gläschen Wein. Trotzdem: Auch wenn es schwerfällt, für einen erholsamen Schlaf solltest du drei Stunden vor dem Zubettgehen keinen Alkohol und kein Nikotin mehr zu dir nehmen. Ein Schlummertrunk hilft zwar beim Einschlafen, dafür führt er zu einem unruhigen und wenig regenerierenden Schlaf. Dasselbe gilt übrigens auch für Kaffee.

3. Kein Licht und kein Snack

Falls du nachts doch mal wach werden solltest, steh nicht auf und mach dir etwas zu essen. Sonst gewöhnt sich der Körper an das nächtliche Mahl und wird dich zuverlässig immer wieder aufwecken. Eine warme Milch mit Honig kann allerdings ein wahrer Schlaftrank sein. Auch wichtig: Mach nicht den Fehler, nachts auf dein Handy, Computer oder Tablet zu schauen. Das sogenannte „blaue“ Licht ist wie ein Koffeinbooster für den Körper und macht dich noch wacher. Wenn du gar nicht wieder einschlafen kannst, steig aus dem Bett, setz dich auf die Couch und lies ein wenig.

Ich hoffe, mit meinen Tipps überstehst du die Zeitumstellung ohne größere Probleme. Und nun: Bonne nuit!