Madame Missou

Let there be love

Hurra, heute ist Valentinstag. Oui, oui, ich weiß. Viele halten ihn einfach für einen Kommerzfeiertag, erfunden von der Schokoladenindustrie. Ich aber finde: Wieso nicht den Tag der Liebenden nutzen, um dankbar zu sein für das, was man hat und seine Freude darüber zu teilen?

Bien sûr, ich gebe es zu: Der Valentinstag ist für mich das, was viele wohl ein „guilty pleasure“ nennen würden. Etwas also, das man heimlich genießt und toll findet, worüber man aber besser nicht spricht, da es allgemein als unsinnig empfunden wird. Ich finde, das einzig unsinnige ist diese Redewendung. Wenn man etwas mag, egal was, dem die meisten anderen eher skeptisch gegenüberstehen, wieso sollte man sich dann schuldig fühlen? Dazu besteht nun wirklich kein Grund! Ich jedenfalls werde den Valentinstag heute feiern. Und zwar nicht, weil es mir irgendeine Industrie aufzwingt, sondern weil ich den Tag gerne nutze, um für meine Lieben da zu sein und ihnen zu zeigen, wie viel sie mir bedeuten.

Valentinstag an jedem Tag des Jahres

Na klar, stimmt schon, eigentlich sollte man seiner Familie und seinen Freunden jeden Tag zeigen, wie viel sie einem bedeuten und nicht nur an einem festgelegten Tag im Jahr. Aber, Hand aufs Herz, wer denkt da wirklich jeden Tag dran – oder auch nur jede Woche? Ich persönlich versuche, kleine Aufmerksamkeiten auch immer in den Alltag einzubauen, aber es schadet auch nicht, zumindest einmal im Jahr aktiv daran erinnert zu werden. Immerhin zählt ja auch, was man aus dem Tag macht, oder? Und da müssen es nicht immer die teuren Pralinen oder der Strauß Rosen sein.

Der Pass für die Liebe

Eine besonders schöne Idee, auf die mich meine Freundin Fabienne durch ihre Reiselust gebracht hat, ist der Liebes-Reisepass. Nimm dir einfach ein schönes Notizbuch (das kannst du natürlich auch selbst basteln) und schreib dort alle Erlebnisse und Ausflüge rein, die du schon lange mal mit deinem Schatz unternehmen wolltest. Das kann ein Freizeitparkbesuch ebenso sein wie eine Reise in die Karibik oder auch nur ein Abstecher zum Flohmarkt in deiner Nähe. Alles ist erlaubt. Das Ganze verzierst du mit kleinen Stickern oder Malereien. Alles, was ihr zusammen unternommen habt, wird mit Datum abgehakt. Zum „Beweis“ kannst du auch ein Foto oder Eintrittskarten von dem Tag dazu kleben.

Voilà, eine schöne Geschenkidee und später eine wunderbare Erinnerung.

Wurde der Valentinstag wirklich von der Blumenmafia erfunden?

Ich kann alle Romantiker beruhigen, die bisher immer ein schlechtes Gewissen hatten, weil Sie dachten, einen kommerziellen Tag ohne tiefere Bedeutung zu feiern. Der Valentinstag ist kein Werbetrick der Blumen-, Schokoladen- oder Dessouskonzerne. Vielmehr geht sein Ursprung weit zurück bis ins Mittelalter, obwohl sich um die Entstehung des Tages natürlich viele Mythen ranken.  So behaupten die einen, der 14.02. wäre ein Gedenktag für den heiligen Valentin, dem nachgesagt wurde, Kranke heilen zu können und Blumen an Verliebte zu verschenken. Andere sagen, der Valentinstag ließe sich mit Beginn der Paarungszeit der Vögel begründen, die laut Überlieferung immer in der Mitte des zweiten Monats des Jahres beginnt. Ebenfalls auf den 14. Februar fällt das Ehrenfest der römischen Göttin Juno, Beschützerin von Ehe und Familie, der an diesem Tag traditionell Blumenopfer dargebracht wurden.

Alors, fest steht also … überhaupt nichts! Aber ist es nicht eigentlich auch völlig egal, wo und wie der Tag seinen Ursprung genommen hat? Wichtig ist doch nur, wie wir heute mit ihm umgehen und was wir daraus machen. Ich für meinen Teil möchte den Valentinstag nutzen, um mich auch bei dir, liebe Leserin, zu bedanken. Der Austausch mit dir inspiriert mich dazu, meine Blogbeiträge, Kolumnen und Ratgeber zu schreiben. Ich verdanke es also dir, dass ich meine absolute Lieblingstätigkeit ausüben kann. Und das halte ich bestimmt nicht für selbstverständlich!

Ich hoffe, du hast einen wundervollen Tag, heute und an jedem anderen Tag im Jahr!