Madame Missou

Power-Booster für die Gesundheit – Der grüne Smoothie

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich bin immer aktiv: Shoppen mit meiner Freundin Fabienne, Arbeiten gehen, Sport, Tanzen, Wohnungsputz, E-Mails beantworten und so weiter. Mon Dieu, was frau heutzutage nicht alles im Terminplaner stehen hat!

Umso wichtiger ist es, dass wir uns gut um uns kümmern. Unser Körper braucht bewusste Unterstützung, wenn er Stress und Hektik gesund und kraftvoll trotzen soll. Mein Credo: Je stressiger der Tag, desto mehr Pflege gönne ich meinem Körper. Wenn diese Pflege auch noch gut schmeckt – so wie mein täglicher Smoothie – fantastique!

Gesundheit beginnt bei der Ernährung

Eins ist klar: Unseren Körpern sieht man an, womit wir ihn versorgen! Ich bin leider oft so im Stress, dass mein geliebtes Hobby, das Kochen, viel zu kurz kommt. Vielleicht kennst du das auch: Da gibt es dann morgens das Croissant aus der Bäckerei, mittags schnell etwas vom Imbiss nebenan und abends die Tiefkühlpizza. Nicht nur, dass ich spätestens um vier Uhr in ein Nachmittagsloch falle, ich habe auch abends auf der Couch das Gefühl, Steine gegessen zu haben. Meine Haut wird fahl, die Haare verlieren ihren Glanz … arrêt! Nicht mit mir! Zeit, etwas zu ändern!

In meinem Café höre ich immer wieder Fragen wie: „Ist das glutenfrei?“ oder: „Kann ich meinen Latte Macchiato mit Sojamilch bekommen?“ Und so begann ich, den Gesundheitstrends auf den Grund zu gehen: Wie muss ich mich ernähren, um gesund und fit zu bleiben? Auf Gluten und Glutamat verzichten? Oder auf Zucker? Keinen Kuchen mehr zum Kaffee? Hoffentlich ist das nicht die Lösung!

Zum Glück hat mir mein Freund Gille – seines Zeichens Arzt – verraten, wie ich etwas Gutes für meinen Körper tun kann, ohne auf die gelegentlichen kleinen Sünden zu verzichten. Die einfache, aber geniale Lösung: Grüne Smoothies!

In ist, was drin ist!

 

Smoothies, vor allem ihre grünen Vertreter, sind richtige Vitalitätsbooster. Das liegt daran, dass sich in einem unscheinbaren Glas unglaublich viele Ballaststoffe, Aminosäuren, Vitamine, Mineralstoffe  und Bitterstoffe tummeln.  Gille hat mir auch erzählt, was diese Zutaten im Körper bewirken. Seitdem lasse ich nichts mehr zwischen mich und meinen Mixer kommen:

 

  • Ballaststoffe sind pflanzliche Stoffe, die vom menschlichen Körper größtenteils nicht verdaut werden können. Klingt komisch oder? Trotzdem sind sie sehr gesund, da sie Wasser binden und so als Füllstoffe unsere Verdauung anregen und für ein schnelleres Sättigungsgefühl sorgen.
  • Aminosäuren sind die kleinsten Bestandteile der Proteine. Es gibt weit mehr als 200 verschiedene. Wenn wir sie nicht in ausreichendem Maße zu uns nehmen, können wir anfälliger für Infekte, Muskel- und Gelenkbeschwerden werden.
  • Vitamine sind lebenswichtig, aber unser Körper kann sie nicht in ausreichendem Maße selbst herstellen. Deshalb müssen wir sie ihm zur Verfügung stellen. Denn leider sind wir keine Pflanzen – die können alle Stoffe, die sie zum Leben brauchen selbst synthetisieren.
  • Mineralstoffe werden wirklich überall im Körper benötigt: Stoffwechsel, Zahngesundheit, Knochenbau und vieles mehr. Auch wenn wir täglich nur ganz geringe Mengen brauchen, ohne läuft es nicht rund. Es ist wie mit den Männern. Wir brauchen sie nur ein bisschen, aber ganz ohne geht es auch nicht.
  • Bitterstoffe sind interessante kleine Helfer. Mit der normalen Nahrung nehmen wir sie in viel zu geringem Umfang auf, dabei regen sie die Verdauung an und bringen unseren Stoffwechsel so richtig in Schwung. Zum Frühstück gibt es nichts Besseres!

 

Du siehst: Grüne Smoothies passen immer!

Natürlich kommt es darauf an, welche Zutaten du in deinen Mixer wirfst, aber generell lässt sich sagen: Grüne Smoothies ersetzen eine komplette Mahlzeit und machen genauso satt. Du glaubst mir nicht? Probier‘ es einfach aus. Ich persönlich trinke meinen Smoothie am liebsten morgens, um für den langen Tag gewappnet zu sein. Es spricht aber auch nichts dagegen, ihn als leichtes Mittag- oder Abendessen zu genießen. Meine Lieblingssmoothies für jede Tageszeit habe ich dir hier einmal notiert. Dazu sei gesagt, dass du dich nicht an meine Vorlieben halten musst. Du kannst den Banana-Mama auch prima abends trinken oder granatenmäßig Grün in den Tag starten.

 

Morgens

Zum Frühstück muss es bei mir fix gehen. Außerdem habe ich einen süßen Zahn und brauche gerade morgens etwas,das mir die Lust auf Konfitüre nimmt.

Banana-Mama:

  • 1,5 Bananen
  • 1 Apfel
  • 1 Handvoll Kopfsalat
  • Ein Glas Wasser/Kokoswasser

Das Kokoswasser sorgt für ein exotisches Flair, ist aber nicht für jedermann etwas. Bei dem Apfel brauchst du nur den Stiel und den Blütenansatz zu entfernen. Alle Zutaten in einen Standmixer geben (Stabmixer eignen sich weniger, da sie nicht so leistungsstark sind) – und schon ist das Frühstück fertig!

 

Mittags

Mittags darf es bei mir ruhig etwas aufwendiger und gehaltvoller sein. Ich versuche immer, den Smoothie schon am Abend vorher zuzubereiten und nehme ihn dann mit zur Arbeit.

Granatenmäßig Grün:

  • 3 Kiwis
  • 2 Äpfel
  • ¼ Zitrone
  • 2 Granatäpfel
  • 2 Grünkohlblätter (50 g)
  • 1 Handvoll Babyspinat (100 g)
  • Ein Glas Wasser
  • Zitronensaft nach Belieben

Die Äpfel solltest du wieder von Stiel und Blütenansatz befreien. Bei den Granatäpfeln möchtest du nur an die Kerne, also ist Aufschneiden und Entkernen angesagt. Dann kannst du die Obstsorten schon in den Mixer geben. Anschließend wäschst du den Grünkohl und den Babyspinat, gibst sie ebenfalls zum Pürieren und verdünnst das Ganze anschließend mit Wasser.

 

Abends

Mein Lieblings-Abend-Smoothie ist gut verdaulich und fix zubereitet.

Süße Träume:

  • 1/2 Banane
  • 1/2 Apfel
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 EL Honig
  • 1 kleine Handvoll Babyspinat
  • Ein Glas Wasser

Zutaten waschen, mixen et voilà: So schnell ist ein Abendessen zubereitet.

 

Seit ich angefangen habe, einen grünen Smoothie täglich in meinen Speiseplan einzubauen, spare ich nicht nur Zeit, sondern auch Kalorien. Was für ein herrliches Gefühl, wieder in das Sommerkleid von 2014 zu passen! Und selbst wenn es mit Fabienne mal wieder spät werden sollte (und nicht nur bei einem Glas Rotwein bleibt) mache ich mir keine Sorgen. Mein Körper ist ja gut gerüstet.