Madame Missou

Schluss mit Alltagsstress – Gönn dir Pausen!

Alors, ein wunderbarer „Feiertag“ nähert sich, dem meiner Meinung nach viel mehr Aufmerksamkeit zuteilwerden sollte, als es momentan der Fall ist. Die Rede ist vom „Keine-Hausarbeit-Tag“ am 07. April. Der perfekte Anlass für mich, um darüber nachzudenken, wie du deinem Alltagsstress entkommst und warum Pausen so wichtig sind.

Du kennst das sicher auch: Druck auf der Arbeit vor einem wichtigen Termin, während eines Riesen-Projektes oder weil die Kollegin mit Grippe das Bett hütet und du kurzfristig auch noch ihre Arbeit übernehmen musst – das alles bedeutet natürlich Stress. Es gibt allerdings ein großes „Aber“: Dieser Stress ist irgendwann wieder vorbei – und zwar in absehbarer Zukunft. Viel schlimmer sind Stressfaktoren – auch Stressoren genannt – die uns ständig und langfristig begleiten und irgendwann wie von selbst zum Alltag gehören.

Stress hat viele Gesichter …

Es gibt nämlich nicht nur „den einen Stress“. Ein Gefühl von Hektik und Unwohlsein kann sich schon einstellen, wenn wir in einen Stau geraten, wenn die beste Freundin uns in letzter Sekunde absagt, wenn die Kinder das Abendessen nicht mögen oder uns unterbewusst die Dauerbeschallung im Supermarkt nervt. Kaum ein Bereich in unserem Leben sorgt heutzutage nicht dafür, dass wir uns nicht zumindest ein kleines bisschen gestresst fühlen.

Bien sûr, okay, da wir (leider) nicht alle auf eine einsame Karibikinsel auswandern und nur noch das tun können, was uns so richtig viel Spaß macht, ist es besser zu lernen, welches deine ganz persönlichen Stressoren sind und wie du mit ihnen umgehst.

… und nicht jeder sieht alle

Stress ist immer individuell. Die einen blühen zum Beispiel geradezu auf, bei der Aussicht vor einem großen Publikum sprechen oder gar singen zu dürfen. Für andere bedeutet das enormen Stress, der in diesem Fall sogar einen eigenen Namen hat: Lampenfieber.

Um also herauszufinden, wo deine ganz persönlichen Stressoren liegen, beobachte dich mal einen längeren Zeitraum in deinem Alltag. Jeden Abend schreibst du dann in ein Notizbuch, was dich an diesem Tag gestresst hast. Dieses Stresstagebuch bildet die Grundlage für dein persönliches Anti-Stress-Programm.

Ein „Nein“ kann auch ein „Ja“ sein – zu dir selbst

Ein Blick in dein Notizbuch zeigt dir schnell, in welchen Situationen du überfordert warst. Nun gilt es, das „Warum“ ausfindig zu machen. War es vielleicht deine eigene Einstellung? Ich bin zum Beispiel sehr perfektionistisch. Etwas „irgendwie“ zu machen und zu hoffen, dass es dann schon klappt – das kann ich einfach nicht gut. Am liebsten erledige ich die Dinge selbst und zu 150 Prozent. Daher setze ich mich selbst oft unter enormen Druck.

Deshalb hilft es mir, hin und wieder bewusst „Nein“ zu sagen. Wenn meine beste Freundin Fabienne zum Beispiel unbedingt mit mir ausgehen möchte, ich aber viel lieber gemütlich auf der Couch kuscheln will. Oder auch, wenn mich jemand bittet, eine Aufgabe zu übernehmen, von der ich weiß, dass ich keine Zeit habe, um sie zu unser beider Zufriedenheit zu erledigen. Lieber einmal öfter ablehnen als am Ende alle – und vor allem dich selbst – zu enttäuschen und zu hetzen.

Gönn dir Pausen – digital und analog

Pausen sind wichtig, aber in Zeiten von Smartphone und Tablet wird es immer schwieriger, wirklich abzuschalten. Wenn der Chef noch spätabends E-Mails schickt und alle zehn Minuten eine Pushnachricht von Facebook aufpoppt, ist Entspannung fast unmöglich. Vor Ostern habe ich mit einer Digital-Detox-Woche bewusst auf digitale Medien verzichtet. Und weißt du was? Das hat mir unglaublich gutgetan! Es muss aber nicht sofort ein kalter Entzug oder eine ganze Woche sein.

Leg dir einfach gewisse Zeiten fest, zum Beispiel abends ab neun oder wenn du mit deinem Partner oder deiner Freundin essen gehst, zu denen das Handy in der Tasche oder gleich ganz ausgeschaltet bleibt. So kannst du dich wieder bewusst auf den Moment konzentrieren und wirst nicht von elektronischen Geräten fremdbestimmt.

Auch abseits der Medienwelt sind kleine Pausen zur Stressreduktion wichtig. Achte darauf, dir immer mal wieder Oasen der Ruhe in deinem Alltag zu gönnen. Zieh dich bewusst zurück, mit einem guten Buch oder deiner Lieblingsmusik, und blende alles andere aus. Eine halbe Stunde bewusste Entspannung reicht schon aus, um sich wieder erfrischt und ausgeruht zu fühlen.

Zum Schluss noch ein Tipp für Samstag: Der „Keine-Hausarbeit-Tag“ mag zwar nicht ganz ernst gemeint sein, aber warum sollten wir ihn uns nicht trotzdem zu Herzen nehmen? Also, Staubsauger und Wischmopp in die Ecke gestellt und auf in ein Wochenende, das ganz dir und deinen Lieblingsaktivitäten gehört!