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Ratgeber für Frauen, die sich trauen.

Nie mehr neidisch

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Nie mehr neidisch

Neid ist ein unangenehmes Gefühl. Es fällt uns oft ganz unvermittelt an. Und zwar immer, wenn wir anderen etwas missgönnen, das wir gerne für uns beanspruchen würden: Erfolg, Besitz, gutes Aussehen, Talent, Intelligenz. Wir lenken unsere ganze Aufmerksamkeit und Energie auf das Neidobjekt, bis sich schließlich nur noch alles darum dreht. Unser Selbstwertgefühl leidet, wenn wir im Vergleich mit anderen schlechter abschneiden und der Neid entwickelt mitunter zerstörerische Züge. Wir möchten anderen Schaden zufügen. Dies entbehrt oft jeglicher Logik, wird für den Betroffenen aber zur Besessenheit. Dabei kann Missgunst auf beiden Seiten persönlichen und beruflichen Schaden hervorrufen.

Es ist an der Zeit, das Monster in seine Schranken zu weisen und den Neid nicht überhand nehmen zu lassen. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen in 45 Minuten 15 Wege auf, aus der Neidspirale auszusteigen und sich mehr auf die eigenen Stärken und positiven Aspekte des Lebens zu konzentrieren. Sehen Sie den Neid als Herausforderung und Antrieb etwas in Ihrem Leben zu ändern. Dieser Ratgeber von Madame Missou zeigt Ihnen, wie Sie das Neid-Monster endlich besiegen.

Textprobe

2. Warum wir einfach nicht glücklich sein können, wenn wir neidisch sind

Es ist vollkommen natürlich, wenn wir uns mit anderen Menschen vergleichen. Schneiden wir bei der Gegenüberstellung allerdings schlechter ab, ruft dies ein unangenehmes Gefühl hervor: Neid! Dabei beneiden wir nur andere Dinge, Eigenschaften oder Errungenschaften, die für uns persönlich einen Nutzen haben oder von Bedeutung und Wert sind. Etwas, das einen Freund von Ihnen grün vor Neid werden lässt, interessiert Sie vielleicht nicht im Geringsten und lässt Sie völlig kalt. Sie brauchen es nicht zu Ihrem Glück. Darum ist Neid sehr subjektiv und die Auslöser für ihn nicht immer die gleichen.

Klar ist jedoch, dass Missgunst keine Emotion ist, die gesellschaftlich akzeptabel ist oder als positiv empfunden wird. Nicht umsonst zählt Neid zu den sieben Todsünden der katholischen Kirche. Somit dürfte klar sein, dass er tatsächlich sehr negativ behaftet ist, ja sogar als böses Gefühl gilt. Immerhin kann Neid eine Seite in den Menschen zum Vorschein bringen, die mehr als unschön ist. Missgunst führt nicht selten zu einem Verlangen, dem anderen zu schaden. Einzig und allein deswegen, weil er hat, was wir begehren und für uns beanspruchen. Nagt der Neid tief in den Eingeweiden, so wird er häufig sogar als emotionaler oder sogar körperlicher Schmerz empfunden. Um diese Qual zu lindern, werden im Idealfall Wege gefunden, mit der anderen Person gleichzuziehen. Funktioniert dies nicht oder sehen wir keine andere Möglichkeit, so möchten wir sie hingegen auf unser Niveau herunterziehen. Dies könnte erreicht werden, indem ein fieses Gerücht verbreitet wird oder wir ihr auf eine andere Weise Schaden zufügen. Es wird dabei nicht selten in Kauf genommen, dass die eigenen Sabotageaktionen oder Intrigen am Ende auch einem selbst Nachteile bringen. Solange der andere dabei ebenfalls beeinträchtigt und geschädigt wird, rechtfertigt es unsere zerstörerischen Handlungen und wir empfinden so etwas wie Genugtuung. Bis ein erneuter Vergleich angestellt wird und wir herausfinden, dass wiederum jemand anderes es scheinbar besser hat als wir. Dies kann eine Neidspirale zur Folge haben, die uns kontinuierlich nach unten zieht.

Warum wir uns für unseren Neid schämen und ihn ungern offen zugeben, sind unter anderem auch die kriminellen oder zumindest sehr gemeinen Energien, die dadurch freigesetzt werden. Wir fühlen uns
so sehr benachteiligt oder ungerecht behandelt, dass Missgunst nicht selten zu folgenden Taten führt:

– Verleumdung
– Sticheleien
– Schlechtreden von Errungenschaften anderer
– Sabotageaktionen
– Mobbing
– Intrigen
– Aggressionen oder gar Gewaltanwendung
– Diebstahl

Dabei kommt es nur zum zerstörerischen Konkurrenzdenken, wenn wir uns mit Menschen vergleichen, die auf einer ähnlichen Stufe stehen, wie wir. Wir sind jedoch meistens nicht neidisch auf Personen, die sich außerhalb unserer Realität befinden, wie beispielsweise Firmenbosse oder Filmstars.

Neidgefühle können durchaus noch verstärkt werden, wenn verschiedene Lebensumstände zusammenkommen. Läuft es gerade gar nicht gut und Sie stecken in einer Art Krise, so scheint das Gras auf der anderen Seite im Augenblick natürlich immer grüner. Auch ein schwaches Selbstwertgefühl fördert Missgunst und Neid. Ebenso gilt dies für die eigene Faulheit oder Untätigkeit, weil wir insgeheim wissen oder zumindest vermuten, dass wir Gleiches erreichen könnten, wenn wir nur wollten. Dabei stehen wir uns selbst im Weg. Fehler werden so stark in den Fokus gerückt, dass Talente und Stärken in der Versenkung verschwinden. Zu hohe Erwartungen können ebenfalls ein Auslöser für das Erscheinen des grünen Monsters sein.

Neid kann allerdings auch ein Hinweis darauf sein, was wir wirklich wollen im Leben. Wir können ihn als Fingerzeig verstehen, was uns noch fehlt zu unserem Glück und anschließend daran arbeiten, es zu erreichen. Solange wir jedoch weiterhin Neid empfinden, können wir niemals bedingungslos glücklich sein. Im Gegenteil: Das Glück der anderen wird stets unser Unglück bleiben.

2.1 Die unterschiedlichen Formen von Neid

1. Depressiver Neid

Der Neid nagt an Ihrem Selbstbewusstsein. Tagein, tagaus. Sie glauben, nicht fähig zu sein, zu erreichen, was der andere hat. Dieses Gefühl frisst Sie auf und bestimmt Ihr Leben. Sie fühlen sich unqualifiziert und unbegabt. Ihre Stärken haben Sie schon lange vergessen oder aus den Augen verloren. Stattdessen rückt das eigene Unvermögen permanent in den Vordergrund. All die Misserfolge und Niederlagen werden in die Waagschale geworfen und die Kluft zwischen dem, was Sie haben, und dem, was Sie erreichen möchten, scheint unüberwindbar groß. Ihre Besessenheit führt zu einem Tunnelblick und Objektivität ist gänzlich abhanden gekommen. Sie können sich einfach nicht mehr an dem erfreuen, was Sie bereits geleistet haben. Unnötig zu sagen, dass dies dunkle Schatten auf das eigene Dasein und die eigene Zufriedenheit wirft.

2. Zerstörerische Missgunst

Sie wollen haben, was der andere hat und zwar unbedingt. Sie missgönnen ihm Erfolge, materielle oder ideelle Güter und Ihre Missgunst gipfelt in aggressive Gefühle. Wenn Sie etwas nicht bekommen können, soll es auch niemand anderes haben. So setzen Sie alles daran, das Glück des anderen zu zerstören, einzig und allein, damit Sie sich besser fühlen können. Sie machen ihm das Leben schwer, sabotieren, intrigieren und im schlimmsten Fall möchten Sie ihm sogar körperlichen Schaden zufügen.

3. Neidvolle Bewunderung

Ja, Sie beneiden eine andere Person, aber Sie möchten ihr nicht schaden, sondern einzig und allein mit ihr gleichziehen. Sie sehen ein Potenzial, das es auszuschöpfen gilt, und fühlen sich herausgefordert. Neid ist hier ein Katalysator und spornt Sie an, die Dinge anzupacken oder über sich hinauszuwachsen. Was der kann, kann ich doch auch! Diese Bewunderung kann Ihrer Karriere einen Kick geben oder Sie endlich aus der Einöde Ihres eintönigen Lebens herausholen und Sie dazu veranlassen, sich neu zu orientieren. Ein kleiner negativer Aspekt bleibt allerdings bei dieser Form von Neid: Wer einer anderen Person nacheifert, um Gleiches zu erreichen, wird schnell zur Kopie. Wie heißt es so schön? Wer in die Fußstapfen eines anderen tritt, kann keine eigenen hinterlassen.

Inhaltsverzeichnis: Nie mehr neidisch: 15 Tipps, mit denen Sie Ihr grünes Neid-Monster besiegen

1. Einleitung
2. Warum wir einfach nicht glücklich sein können, wenn wir neidisch sind
2.1 Die unterschiedlichen Formen von Neid
2.2 Worin unterscheidet sich Neid von Eifersucht?
2.3 Was beneiden wir bei anderen?
2.4 Wie wirkt sich Neid auf mein Leben aus?
2.5 Wie wirkt sich Neid auf das Leben anderer aus?
3. Ist die Welt wirklich so ungerecht? – So überwinden Sie Neid und Missgunst
Tipp 1: Werfen Sie einen kritischen Blick auf Ihr eigenes Leben
Tipp 2: Die kleinen Dinge wertschätzen
Tipp 3: Vermeiden Sie Menschen, die Neidgefühle wecken
Tipp 4: Das Gras auf der anderen Seite ist immer grüner? – Schauen Sie hinter die Fassade von Facebook und Co.
Tipp 5: Welche Vorteile hat es eben nicht zu haben, was Sie wollen?
Tipp 6: Sehen Sie das Leben nicht als Wettbewerb
Tipp 7: „Er hat einfach alles!“ – Ganz sicher nicht
Tipp 8: Freuen Sie sich über die Erfolge anderer
Tipp 9: Die Strategien der Werbemacher durchschauen
Tipp 10: Neid als Ansporn nutzen
Tipp 11: Seien Sie spendabel
Tipp 12: Lernen Sie sich selbst zu lieben
Tipp 13: Konzentrieren Sie sich auf Menschen, die Ihnen gut tun
Tipp 14: Von anderen lernen – Holen Sie sich Tipps
Tipp 15: Es gibt immer etwas, das Sie besser können
4. Schlusswort
5. Anhang, Rechtliches und Impressum

Über das Buch

  • Titel: Nie mehr neidisch: 15 Tipps, mit denen Sie Ihr grünes Neid-Monster besiegen
  • Format: mobi, epub
  • Dateigröße: 303 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 46 Seiten
  • Verlag: BookRix (19. September 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • Coverbild: cydonna, Photocase.de
  • Aus der Reihe “Madame Missou KOMPAKT – Wissen in 45 Minuten”
  • Buchumfang: ca. 45 Minuten Lesezeit, 30 DIN-A4 Seiten, 68.000 Zeichen, 10.000 Worte

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