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Nur kein Neid – Warum Geld allein nicht glücklich macht

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Neid

Sie haben bestimmt bereits mindestens einmal neiderfüllt auf das Leben eines anderen geschielt. Oder besser gesagt: Auf dessen schicke Besitztümer. Stimmt’s? Das neueste Smartphone, ein riesiger Flachbildfernseher, der schnittige Flitzer in der Einfahrt, das dicke Bankkonto oder das moderne und durchgestylte Großstadtapartment? Es gibt bestimmt etwas, das auch Sie insgeheim vor Neid erblassen lässt. Insgeheim? Nun, Neid ist sicherlich keine Emotion, die wir gern offen zur Schau tragen. Im Gegenteil. Sie gehört zu den Sieben Todsünden und gilt als giftig, unschön und alles andere als erstrebenswert. Doch stimmt dies tatsächlich? Immerhin kann Neid manchmal besonders positive Eigenschaften in einem Menschen hervorkehren.

Nie mehr neidisch

Neid als Ansporn nutzen, etwas zu ändern

Neid wird immer dann empfunden, wenn wir im Vergleich mit anderen Personen schlecht abschneiden. Dabei sind wir Normalsterbliche allerdings weitaus weniger neidisch auf die Errungenschaften oder das Geld von Konzernbossen, Schauspielern oder sonstigen Millionären. Nein. Das grüne Monster überfällt uns, wenn andere Menschen mit einem ähnlichen Background, die mit uns (vermeintlich) auf einer Stufe stehen, besser gestellt sind oder schlicht mehr besitzen.

Dabei gibt es meist zwei Methoden mit der aufkeimenden Missgunst umzugehen:

  1. Sie reden die Erfolge anderer schlecht, um sich besser zu fühlen.
  2. Sie versuchen an Ihrer derzeitigen Situation etwas zu ändern, um den anderen zu übertrumpfen.

Natürlich gibt es noch andere Wege, auf die der Neid uns führen kann. Sabotagen, Intrigen oder andere wenig ruhmreiche oder gar kriminelle Handlungen können durch diese nagende und fiese Missgunst ebenfalls ausgelöst werden. Doch wer durch das Konkurrenzdenken tatsächlich angespornt wird, seine eigene Lage zu verbessern, sich anstrengt und vielleicht sogar über sich hinauswächst, kann den Neid tatsächlich als Katalysator nutzen und sein Denken und Handeln in positive Bahnen lenken. Was der kann, kann ich schon lange!

Neid oder Eifersucht, das ist hier die Frage!

Vermutlich verwenden Sie die beiden Wörter synonym. So sind Sie womöglich eifersüchtig auf die durchtrainierte Figur Ihres besten Kumpels, die tollen Konzerttickets gleich vor der Bühne oder die hübsche Kollegin, die ungeniert und offen mit Ihrem Freund flirtet. Oder sind Sie doch eher neidisch? Wo liegt der Unterschied? Gibt es überhaupt einen?

Ja, und eigentlich ist es ganz einfach, diese zwei Emotionen voneinander zu trennen:

Eifersucht:

Sie haben Angst oder Sorge, etwas zu verlieren, das Ihnen gehört und das Sie sehr wertschätzen. Dabei geht es normalerweise immer um eine Beziehung zu einer Person, die wir durch jemand Dritten bedroht sehen. Es sind also stets drei Parteien involviert.

Neid:

Sie möchten etwas haben, das ein anderer besitzt (z.B. Geld, Erfolg, Aussehen, Intelligenz, Gesundheit etc.). Hier geht es um den direkten Vergleich zwischen zwei Parteien, bei welcher der Neider natürlich schlechter abschneidet.

Vielleicht vertauschen so viele diese beiden Gefühle, da sie manchmal Hand in Hand gehen. Wer eifersüchtig ist, empfindet zeitgleich auch häufig Neid. Die oben erwähnte flirtlustige Kollegin wickelt Ihren Freund nicht nur mühelos um den Finger, sondern sieht zudem noch aus, als sei sie einem Mode- und Beautymagazin entsprungen? Voilà! Sie sind neidisch und eifersüchtig.

Übrigens: Das Wörtchen „neidisch“ lässt sich häufig tatsächlich problemlos mit „eifersüchtig“ ersetzen, ohne dass eine Aussage ihre eigentliche Bedeutung verliert. „Ich bin neidisch auf die langen Haare meiner Freundin“ ist für die meisten gleichbedeutend mit „Ich bin eifersüchtig auf die langen Haare meiner Freundin“. Allerdings funktioniert der Austausch in die andere Richtung nicht so ohne Weiteres: „Meine Frau ist immer so eifersüchtig“ hat eine vollkommen andere Bedeutung als „Meine Frau ist immer so neidisch“.

Der Fuchs und die Trauben

Doch zurück zum eigentlichen Problem. Wir alle wissen, dass Geld allein tatsächlich nicht glücklich macht. Es gibt so vieles, was sich selbst mit dem dicksten Bankkonto nicht kaufen lässt: Wahre Liebe oder Freundschaft, Gesundheit, ein langes Leben, Zufriedenheit oder Glück, um nur einige wenige Beispiele zu nennen. Trotzdem hätten Sie sicherlich nichts dagegen, wenn Ihr Kontostand vielleicht ein bisschen üppiger ausfallen würde, oder? Warum also das Sprichwort?

Es ist ein bisschen wie bei der Fabel mit dem Fuchs und den Trauben. Der schlaue Vierbeiner konnte die Trauben nicht erreichen, weil sie zu hoch hingen. Anstatt sich allerdings seine Niederlage einzugestehen, redet der Fuchs sich am Ende ein, die Trauben gar nicht erreichen zu wollen, da sie sowieso unreif und sauer seien. Er redet die Früchte also schlecht und kann so beruhigt von dannen ziehen. Menschen, die kein Geld haben oder zumindest nicht so viel, wie die Person, welche sie beneiden, reden sich ihre schlechtere Lage ebenfalls schön: Geld allein macht nicht glücklich. Allerdings wird trotzdem oft der kleine Zusatz „Aber es beruhigt ungemein“ hinzugefügt. Ein kleines Eingeständnis, das hier sehr wohl Missgunst und Neid im Spiel sind. Doch wie sollte am besten mit diesen Emotionen umgegangen werden? Hier ein paar simple Quicktipps:

Tipp 1 – Andere nicht als Maßstab nehmen

Nehmen Sie das Bankkonto, den Erfolg oder Lifestyle eines anderen nicht als Messlatte für Ihr eigenes Glück oder Selbstwertgefühl. Sie sind nicht weniger wert, nur weil Sie im Vergleich mit einer Person schlechter abschneiden. Werfen Sie stattdessen lieber einen Blick auf Ihre bisherigen Errungenschaften und was Sie bereits im Leben an Schwierigkeiten überwunden haben. Welche Erfolge gab es zu feiern? Ganz egal, wie groß oder klein diese waren.

Tipp 2 – Außen hui, innen pfui?

Vielleicht wirkt das Leben eines anderen nahezu perfekt und von außen betrachtet einfach aufregend, grandios und beneidenswert. Doch Halt! Was so vermeintlich glamourös und makellos erscheint, ist es vermutlich gar nicht. Sie können in einen anderen Menschen nicht hineinsehen und ganz sicher nicht wissen, wie er selbst sein Leben empfindet, was ihn beunruhigt oder beschäftigt. Jeder hat sein Päckchen zu tragen, und nur weil jemand der Welt ein Lächeln zeigt, muss er nicht wirklich glücklich sein. Immerhin lassen sich die wenigsten in die Karten bzw. hinter die Fassade schauen.

Tipp 3 – Die eigene Lebenssituation verbessern

Warum genau sind Sie eigentlich neidisch? Dies herauszufinden ist der erste Schritt zu mehr Zufriedenheit und Glück. Denn Neid impliziert, dass uns etwas im Leben fehlt. Anstatt anderen ihre Besitztümer oder Erfolge zu neiden, sollten Sie sich eher darauf konzentrieren, wie Sie Ihre eigene Lage aktiv zum besseren ändern können. Bereichern Sie Ihr Leben und füllen Sie die Lücken, anstatt sich zu bemitleiden und immer nur neidisch zu sein.

Tipp 4 – Seien Sie dankbar

Wir ziehen in der Regel immer Personen zum Vergleich heran, die es besser haben als wir. Sie sind erfolgreicher, sehen besser aus, haben ein dickeres Bankkonto oder stabilere Beziehungen. Drehen Sie den Spieß doch einmal um! Es klingt zunächst gemein, doch vergleichen Sie sich einmal mit jemandem, der es nicht so gut hat. Sie werden schnell merken, dass es vieles gibt, für das Sie dankbar sein können. Denn auch wenn es zunächst unvorstellbar klingt: Es gibt bestimmt Menschen, die Sie um etwas beneiden.

Tipp 5 – Zwei Seiten der Medaille

Nie mehr neidisch

Welche Vorteile hat es womöglich, dass Sie eben nicht das besitzen, was der andere hat? Der gut bezahlte Job ermöglicht einem Freund einen angenehmen Lebensstil? Vielleicht hat er aber gar nicht die Zeit und Muße, sich an seinen schönen Besitztümern zu erfreuen, weil er so viel arbeitet. Oder seine zwischenmenschlichen Beziehungen leiden unter seiner steten Abwesenheit.

Diese 5 Kurztipps sollen Ihnen helfen, das grüne Neidmonster endgültig zu besiegen. Suchen Sie nach weiteren effektiven Tipps, um in Zukunft Neid zu vermeiden, empfehle ich Ihnen „Nie mehr neidisch. 15 Tipps, mit denen Sie Ihr grünes Neid-Monster besiegen“. Der kompakte Ratgeber zeigt Ihnen 15 Wege auf, wie Sie aus der Neidspirale aussteigen und sich mehr auf die eigenen Stärken konzentrieren.

Bildrechte: cydonna, photocase.com

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