MadameMissou.de

Ratgeber für Frauen, die sich trauen.

Respekt zwischen Mutter und Tochter – 6 Tipps für eine gute Beziehung

0

Mutter und Tochter

Sind wir als Kinder noch vollkommen von den Eltern abhängig und lieben sie wie verrückt, so ändert sich diese Beziehung zwischen Mutter und Tochter später in der Pubertät. Plötzlich ist sie peinlich, hat keine Ahnung oder will uns dauernd nur bevormunden. Als Erwachsene überwinden die meisten diese Phase des Ablehnens jedoch wieder. Sobald wir uns und unsere Identität gefunden haben, sehen wir die Dinge oft klarer und können auch Verzeihen oder selbst Fehler eingestehen. Wir möchten wieder einen Schritt aufeinander zu gehen, weil:

– Wir erkennen, dass unsere Mutter auch nur ein Mensch ist
– Wir verstehen, warum sie so geworden ist, wie sie heute ist
– Wir nachvollziehen können, weshalb sie uns so behandelt oder behandelt hat
– Niemand perfekt ist und einmal Fehler macht
– Wir einsehen, auch nicht immer gerecht oder richtig gehandelt zu haben
– Wir in der Lage sind zu verzeihen

Mutter und Tochter

Gerade in der Jugend kommt es zwischen Mutter und Tochter zu reichlich Konflikten. Wie mit diesen umgegangen wird, bestimmt häufig das spätere Verhältnis zueinander. Ist das Verhältnis liebevoll und die Konflikte sind vergessen? Sie genießen die gemeinsame Zeit? Halten Sie Abstand oder haben den Kontakt sogar ganz abgebrochen? Wenn Probleme mit den Eltern aus Kindheit und Jugend auch im Erwachsenenalter ungeklärt fortbestehen, wird ein harmonisches Miteinander erschwert bis unmöglich. Emotionale Erpressung, Bevormundung, Druck oder Respektlosigkeit führen zu Überforderung und nicht selten Abkapselung, um dieser Behandlung ein für alle Mal zu entkommen. Dabei sind die vermeintlichen Bevormundungen womöglich nur lieb gemeinte Ratschläge. Die emotionale Erpressung (wenngleich natürlich ein No-Go) vielleicht ein Hilferuf nach mehr Nähe oder Anerkennung.

Unbestritten bleibt, dass die Mutter-Tochter-Beziehung eine der wichtigsten in unserem Leben ist. Mama war (und ist vielleicht noch immer) Vertraute, Freundin, Seelsorgerin, Vorbild und noch viel mehr. Das Verhältnis zu ihr bestimmt nicht zuletzt auch unsere spätere Beziehungsfähigkeit und beeinflusst uns, wie nie wieder eine andere zwischenmenschliche Beziehung danach. Miteinander Frieden zu schließen und einen respektvollen erwachsenen Umgang miteinander zu pflegen ist da ein verständlicher Wunsch. Für mehr Harmonie und Respekt zwischen Mutter und Tochter helfen folgende Tipps:

1. Akzeptanz

Auch wenn wir die eigenen Kinder gern als eine Mini-Version von uns sehen würden, sie sind selbständige Individuen und teilen nicht immer unseren Geschmack, Vorlieben oder unsere Meinung. Dies ist auch gar nicht so wichtig. Lieben Sie Ihr Kind mit all seinen guten und liebenswerten Eigenschaften und akzeptieren Sie einfach den Rest. Gleiches gilt natürlich für die Tochter ebenso. Entscheidungen, die getroffen wurden, Kleidungsstil, Partnerwahl und Lebenseinstellung sollten respektiert werden, selbst, wenn Sie einige Ansichten nicht teilen.

2. Grenzen setzen und respektieren

Sie müssen nicht alles stillschweigend hinnehmen und Ihren Ärger hinunterschlucken, nur weil Sie die Tochter sind und Erwachsenen Respekt entgegengebracht werden sollte. Respekt ist keine Einbahnstraße, sondern funktioniert in beide Richtungen. Sie haben durchaus das Recht, auch von Ihrer Mutter die nötige Achtung einzufordern. Selbst Kinder verdienen das. Darum heißt es manchmal ganz klar, Grenzen zu ziehen und wenn nötig zu verdeutlichen. Nein sagen ist dabei sehr wichtig. Sie möchten nicht, dass Ihre Mutter die Enkel ungefragt mit Fast Food vollstopft? Unangemeldet zu Besuch kommt? Ihre Tattoos bei jeder Gelegenheit kritisiert? Bis hier hin und nicht weiter, Mama! Ich habe meine eigenen Vorstellungen vom Leben. Respektieren Sie als Mutter also den Lebensstil Ihrer Tochter und unterstützen Sie Ihr Mädchen, anstatt auf (vermeintlichen) Fehlern rumzureiten, ihr Vorwürfe zu machen oder ihr die eigenen Ansichten aufzuzwingen.

3. Fühlen Sie sich nicht gleich bevormundet

Mütter geben gern und oft Ratschläge. Ob sie nun gefragt wurden oder nicht. Jedes Mal mit den Augen zu rollen und sich wieder wie Fünf zu fühlen, ist sicherlich nicht schön, doch die Welt geht davon auch nicht gleich unter. Wer weiß, der Rat Ihrer Mutter könnte doch tatsächlich hilfreich sein. Also hören Sie erst einmal aufmerksam zu. Selbst wenn Ihnen die Empfehlung nicht zusagt, zwingt Sie ja keiner, gegen Ihre eigene Überzeugung zu handeln. Bedanken Sie sich und lassen Sie Ihre Mutter wissen, dass Sie drüber nachdenken werden. Dies zeugt von Wertschätzung. Entscheiden werden aber natürlich immer noch Sie. Selbst um Rat fragen sollte hingegen nur, wer ernsthaft an der Meinung seiner Mutter interessiert ist und nicht etwa, weil Sie in einer eigenen Entscheidung bestärkt werden möchten.

4. Benehmen Sie sich wie eine Erwachsene

Trotz fortgeschrittenen Alters oder obwohl sie bereits selbst Kinder haben, benehmen sich viele in Gegenwart ihrer Eltern trotzdem immer noch wie Kinder. Sie lassen sich im Elternhaus von Mama bedienen, wenn sie zu Besuch sind, Papa kümmert sich derweil ums Auto und noch viele weitere Annehmlichkeiten werden genossen. Wenn Sie jedoch als voller Erwachsener gelten möchten, benehmen Sie sich auch so. Helfen Sie beim Abwasch oder lassen Sie sich den Reifenwechsel erklären.

Fragen Sie sich: Wie würde ich reagieren oder was würde ich sagen, wenn dies nicht meine Mutter, sondern eine gute Freundin wäre? Würden Sie ihr beim Abwasch oder Kochen Ihre Hilfe anbieten? Nur wer redet und sich benimmt wie ein Erwachsener, sollte erwarten, auch so behandelt zu werden. Wobei einige Mütter es sicherlich genießen, wenn sie die Rolle der Mama auch bei der erwachsenen Tochter noch ein bisschen spielen dürfen.

5. Erweitern Sie Ihren Horizont

Um den Mutter-Tochter-Konflikt abzumildern, versuchen Sie über andere Dinge zu sprechen, als immer nur Familie und das persönliche Leben. Finden Sie neue Themen. Reden Sie über aktuelle Nachrichten, das Fernsehprogramm, Arbeit, Politik, Kunst oder was auch immer Ihnen Gesprächsstoff bietet. Falls eine Unterhaltung nicht so richtig in Gang kommen will, unternehmen Sie gemeinsam etwas. Neue Erfahrungen und Erlebnisse bieten eine Fülle an neuem Gesprächsstoff für Mutter und Tochter. Also weg vom gedeckten Kaffeetisch und raus ins Leben. Gemeinsam neue Erinnerungen und Eindrücke gewinnen verbindet, und lenkt den Blickpunkt von langweiligen oder hitzigen Diskussionen zu weitaus interessanteren Themen. Und wenn Frauen eines verbindet und sie eines können, dann doch reden, oder?

6. Ehrlich und respektvoll sein

Mutter und Tochter

Eltern können einen ganz schön verrückt machen und nerven. Das Gleiche gilt allerdings ebenfalls für den Nachwuchs, selbst wenn diese den Kinderschuhen schon lange entwachsen sind. Verletzendes, herablassendes oder unliebsames Verhalten, Probleme und Ereignisse einfach totzuschweigen und als gegeben zu ertragen, bringt jedoch nichts. Außer, dass es Sie noch mehr auf die Palme bringen wird, wenn es wieder vorkommt. Sprechen Sie Schwierigkeiten in Ihrer Mutter-Tochter-Beziehung offen an. Bleiben Sie freundlich, aber bringen Sie Ihr Anliegen auf den Punkt. Wer sofort auf Angriff übergeht, pampig wird und vorwurfsvoll, erreicht nur eine Abwehrhaltung seines Gegenübers und wenig Einsicht. Bringen Mutter und Tochter einander jedoch den nötigen Respekt entgegen, kommen sie einander näher. Legen Sie dabei auch Ihre Gefühle offen auf den Tisch. Ein „Das hat mich sehr verletzt“ dringt oft häufiger zum Gegenüber durch, als ein „Warum hast du nur?“

Diese 6 Kurztipps sollen Ihnen helfen, die Brisanz in Ihre Beziehung zu entschärfen und mehr Respekt und Verständnis für einander aufzubringen. Möchten Sie das Thema vertiefen, empfehle ich Ihnen „Mütter & Töchter: 25 Tipps für mehr Respekt, Verständnis und Harmonie“. Der kompakte Ratgeber wendet sich speziell an aufgeschlossene und lösungsorientierte Töchter, kann aber auch interessierten Müttern empfohlen werden.

Bildrechte: Mr. Nico, photocase.com

Dieses eBook kaufen bei:

amazon-madame-missou itunes-madame-missou google-play-madame-missou thalia-madame-missou ebookde-madame-missou

Was sagen Sie dazu?