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Selbsterfüllende Prophezeiungen vermeiden – Negative Gedanken Stop!

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Selbsterfüllende Prophezeiungen vermeiden

„Hab ich es doch befürchtet!“ Wer ein solches Fazit unter ein Vorhaben, einen Termin oder einfach unter einen beendeten Tag setzt, wird schwerlich damit glücklich sein. Häufen sich derartige Fehlschläge, ist schnell von persönlichem Pech die Rede. Die Überzeugung, einfach kein Glückspilz zu sein, drängt sich auf. Was aber, wenn Sie es selber in den Händen hätten? Kurz gesagt: Befürchten Sie doch einmal gar nichts und schlagen damit selbsterfüllende Prophezeiungen in die Flucht.

Selbsterfüllende Prophezeiungen – kann man das essen?

Selbst wer noch nie von dem sperrigen Begriff „selbsterfüllende Prophezeiungen“ gehört hat, bedient sich ihrer wahrscheinlich dennoch – vielleicht sogar täglich! Folgende typische Phrasen negativer Gedanken deuten verräterisch darauf hin:

  • „Das wird sicher eh nichts.“
  • „Ich werde mich so blamieren.“
  • „Bestimmt findet er mich komisch/lächerlich/dumm.“
  • „Kann ich mir ebenso gut sparen.“
  • „Ich kann das sowieso nicht!“

Lust auf Glück

Wer sich in einer oder einer so ähnlichen Aussage wiedererkennt, wird offenbar öfter einmal Opfer seiner eigenen Befürchtungen. Denn nichts anderes sind selbsterfüllende Prophezeiungen als im Kopf entstehende negative Denkmuster, die sich dann tatsächlich auch noch bewahrheiten! Allerdings passiert das oft leider nicht auf mystische Art und Weise oder weil das Schicksal Sie verflucht hätte, sondern aus ebendiesem negativen Denken heraus. Was zunächst erstaunlich klingt, bezeichnet ein wissenschaftlich bewiesenes psychologisches Prinzip. Menschen steuern ihr Verhalten nach ihren Erwartungen. Das ist grundsätzlich auch sinnvoll und stellt eine natürliche Überlebenssicherung dar. Was aber, wenn durch schlechte Erfahrungen und Ängste negatives Denken zur Erwartungshaltung wird. Dann bekommen Sie häufig den erwartet schlechten Ausgang als Quittung.

Was man über einen Menschen denkt, wird wahr

Völlig unabhängig davon, ob es sich um die eigene oder eine andere Person handelt. Wovon man ausgeht, prägt die gesamte Handlungsweise. Ein Team um den US-Psychologen Robert Rosenthal zeigte dies schon im Jahre 1965 in einem Experiment: Er vermittelte den Lehrern einer Grundschule nach einem IQ-Test, 20 Prozent der Schüler seien hochbegabt. Tatsächlich hatten jedoch alle in etwa die gleichen durchschnittlichen geistigen Voraussetzungen. Nach einem Jahr wiederholte Rosenthal den Test und dieser bestätigte fast der Hälfte der vorher zufällig als „schlauer“ bezeichneten Kinder eine wirkliche Leistungssteigerung, die markant von den anderen Schülern abstach.

Woran kann das liegen? Die Lehrer gingen im Wissen um das vermeintliche Potential dieser Kinder schlichtweg anders mit ihnen um: bemühten sich mehr um sie und gaben öfter positives Feedback. Intuitiv änderte sich mit der Zeit natürlich auch die Selbstwahrnehmung aller Kinder. Die Bevorzugten trauten sich mehr zu, während „der Rest“ verständlicherweise mit Zweifeln zu kämpfen hatte.

Sendepause für negative Gedanken

Damit liefert die Studie, der noch zahlreiche mit ähnlich deutlichen Resultaten folgten, eine wertvolle Erkenntnis, die Sie sich zunutze machen können. Wenn Sie nun also überzeugt sind, Gras solle ab morgen blau erblühen, wird sich voraussichtlich kein Effekt einstellen. Wäre Ihre Überzeugung jedoch so geartet, dass Sie das Gras für giftig hielten, erstünde natürlich eine Auswirkung auf Ihr Verhalten. Sie würden das grüne Gewächs meiden.

Stellen Sie sich nun eine Übertragung des grasigen Beispiels sowie der Studie auf ein ganz alltägliches Beispiel vor: Sie sind zu einem Konfliktlösungsgespräch in Ihrer Firma eingeladen. Aussöhnung zwischen Ihnen und einem Kollegen ist das Ziel. Gehen Sie nun entspannt und offen an das Ganze heran, mit dem Glauben, diese Kollege sei im Grunde ein ganz solider Typ und man könne die Schwierigkeiten leicht begradigen? Dann werden Sie diese zugängliche Einstellung auch ausstrahlen und eventuelle Kompromissvorschläge wahrscheinlich gerne überdenken. Wie ist es nun aber, wenn Sie den Kollegen schlampiger Arbeit verdächtigen und die ganze Veranstaltung ohnehin als überflüssig bewerten? Sie erscheinen nur zum Termin, weil er verpflichtend ist. Ansonsten zeigen Sie sich reserviert und es wird schwer sein, Sie für einen Vorschlag zu gewinnen, weil Sie eigentlich innerlich bereits „dicht“ gemacht haben.

>Einfach< positiv denken – aber wie, verdammter Mist!?

Derartige Situationen gibt es zuhauf, fast könnte man sagen, der Alltag besteht ausschließlich daraus. Wie aber lässt sich vermeiden, dass negative Gedanken unser Handeln in eine ebenso negative Richtung drängen? Wie können Sie selbsterfüllende Prophezeiungen bekämpfen? Das Gute ist: Auch dafür braucht es vorerst nur die Kraft der Gedanken. „Positiv denken“ ist viel mehr als eine abgedroschene Floskel. Es bedeutet vor allem, dass Sie gezielt nicht-negativ denken und das ist bereits die halbe Miete. Dafür müssen Sie sich klarmachen, dass die negativen Denkmuster gemeinhin aus verschiedensten Ängsten hervorgehen. Angst zu versagen, Verlustangst, Angst anzuecken, etc. Diese Befürchtungen lassen sich reduzieren, indem Sie sie mit guten Erfahrungen überdecken. Je öfter Sie sich also solch kritischen Situationen offen stellen, desto öfter werden Sie erleben, dass es „gar nicht so schlimm“ war. Das speichert sich in Ihrem Unterbewusstsein ab und reduziert das Ausmaß der Angst fürs nächste Mal.

Wichtig ist auch, negative Gedanken auszubremsen, die sich in Endlosschleifen wiederholen. Oft kaut man innerlich die gleichen Sorgen immer und immer wieder durch und verstärkt deren Wichtigkeit damit noch. Denn wie bei allem prägt sich der Geist wiederholte Informationen viel besser ein, als flüchtig wahrgenommene. Wer sich also seine Horrorszenarien stetig vor dem inneren Auge abspult, gerät in einen wahren Teufelskreis. Dagegen hilft vor allem gezielte Selbstdisziplinierung. Achten Sie bewusst auf Ihre Gedanken und ziehen Sie die Reißleine, wenn diese sich gierig über die nächste negative Thematik hermachen wollen. Solange Sie selber nicht aktiv etwas an einer Problematik ändern können, muss diese auch nicht wiederholt Ihr Denken verpesten. Können Sie hingegen etwas tun, werden Sie tätig. Diese Handlungsfähigkeit erzeugt neben konstruktiven Veränderungen wiederum eines: positive Gedanken.

Negatives Denken stoppen: Die Leinwand fürs Glück

Lust auf Glück

Der antike Philosoph Epikur nennt das Vermeiden von nicht-lebensnotwendigen Ängsten und daraus hervorgehenden Befürchtungen als Basis für ein dauerhaftes Glück. Madame Missou hat den Wegweiser des bekannten Glückslehrers in ihrem Ratgeber in die heutige Zeit übersetzt. Auf amüsante und leicht verständliche Weise zeigt die Autorin, wie Sie ganz einfach positiv denken lernen. Sind selbsterfüllende Prophezeiungen erst einmal gebannt, wird der Weg frei für die schönen Dinge des Lebens. Diese bewusst wahrzunehmen, dafür Dankbarkeit zu fühlen und Schädliches gezielt zu vermeiden, stellt eine weitere Etappe auf der Route zum Glück dar. Schließlich führt diese zu innerer Ausgeglichenheit und dem selbstsicheren Wissen, sich einfach wohlzufühlen in der eigenen Haut. Wozu dann noch negativ denken?

Bildrechte: ndanko, photocase.com

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