Madame Missou

2019 – erst einmal ausspannen

Alors, die ersten Tage des neuen Jahres. Überall liest man von Vorsätzen, Durchstarten, Loslegen. Ich möchte einen anderen Ansatz populär machen: 2018 ist geschafft – wir sollten erst einmal entspannen!

Zu allererst: Ein frohes neues Jahr, liebe Leserin. Ich hoffe, du hast eine ruhige und entspannte Weihnachtszeit verlebt, gefolgt von einem fantastischen Rutsch ins neue Jahr 2019. Wieso solltest du also diese Entspannung gleich wieder durch übertriebene Hektik kaputtmachen? Klar, auch ich bin ein Fan von Vorsätzen und von klug gewählten Zielen, die frau erreichen kann und will (mehr dazu liest du in diesem Blogbeitrag von mir). Also, warum setzen wir uns nicht einfach noch ein Ziel: möglichst entspannt durch das Jahr zu gehen.

Ich möchte deine Jahres-Anfangs-Energie auf keinen Fall dämpfen, aber hier kommen ein paar Zahlen, Daten, Fakten, die es wert sind, genauer betrachtet zu werden: Im Jahr 2011 wurden deutschlandweit 59,2 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund psychischer Erkrankungen registriert. Circa 13 Millionen Arbeitnehmer sind hierzulande von einem Burnout betroffen und etwa die Hälfte der Arbeitnehmer fühlt sich „etwas“, ein Viertel sogar „sehr gestresst“. Und, schon wachgerüttelt? Excuse moi, aber ich denke, jetzt wird klar, warum Entspannung für mich in diesem Jahr ganz oben steht – natürlich muss das nicht Hand in Hand mit Nichtstun gehen, denn es gibt tolle Methoden und Tricks, um dem Stress im Alltag zu begegnen.

Sei gnädig mit dir selbst

Wenn wir gefragt werden, was genau uns eigentlich stresst, sind wir meist recht schnell mit einer Liste bei der Hand: der Job, die Kinderbetreuung, dann auch noch zum Sport, Besuche bei den Schwiegereltern, die Fenster müssten auch mal wieder geputzt werden … und so weiter. Aber ich verrate dir etwas: Viel von diesem Stress ist hausgemacht. Wir setzen uns selbst Standards, die wir unmöglich erfüllen können: Karrierefrau und Übermutter, stets blitze blank gewienerte Wohnung, Liebling der Schwiegereltern … Lös dich von deiner inneren Perfektionistin!

Am besten funktioniert das, indem du gnadenlos ehrlich zu dir selbst bist. Nimm dir eine Liste zur Hand und notier dir alle Ansprüche, die du an dich selbst stellst. Dann frag dich ganz bewusst, wo deine Prioritäten liegen: Ist dir deine Karriere sehr wichtig? Oder ist dir die Familie wichtiger? Es gibt hier kein richtig oder falsch – wir sind, wie wir sind. Wichtig ist nur, dass wir uns entsprechend verhalten. Je nachdem, zu welchen Ergebnissen du hier kommst, kannst du langsam aber sicher deine Energieverteilung umstellen und so hausgemachtem Stress entgegenwirken.

Eine besondere Form von Stress

Neben den üblichen Verdächtigen gibt es für manche Menschen noch einen Stressfaktor, den sie sich selbst gegenüber nicht eingestehen wollen: Stress in Beziehungen – aber auch der ist ganz normal, also (erst einmal) keine Sorge. Zunächst einmal gilt es, herauszufinden, ob der Stress in der Beziehung von außen herangetragen wird oder in der Beziehung immanent ist. Nicht immer eine leichte Entscheidung, denn Stressfaktoren begleiten uns fast in jedem Abschnitt unseres Alltags – da kann die Differenzierung kompliziert werden.

Als nächstes hilft, was meine Oma stets gesagt hat: Reden, reden, reden, Schätzchen! Ist ein Partner, oder sogar beide, in einer besonders stressigen Lebensphase, hilft es, das zu kommunizieren und darauf aufmerksam zu machen, warum frau gerade reizbar oder nach einem langen Tag erschöpft ist. Schweigt man die Gründe dafür tot, könnte der andere es schnell auf einer persönlichen Ebene auffassen. Darüber hinaus gibt es unglaublich viel Halt, immer mal wieder innezuhalten und sich klar zu machen: Wir sind ein Team! Egal, was passiert, gemeinsam stehen wir es durch. Mit offener Kommunikation können belastende Phasen dann sogar zu einer Stärkung der Beziehung führen, statt an ihr zu rütteln.

2019 wird smooth

Ich hoffe, meine kleinen Tipps helfen dir, zu Beginn des Jahres einmal bewusst zu reflektieren, wo vielleicht in deinem eigenen Leben die Stressfaktoren angesiedelt sind – und dann natürlich dabei, diese zu bekämpfen. Ich wünsche dir einen ganz entspannten Jahresanfang, atme tief durch und dann geht es locker in ein neues spannendes Jahr!