Madame Missou

Alle Freunde leben hoch!

Es ist mal wieder soweit: Ein „Feiertag“ ziert den Kalender, auf den ich dich in besonderem Maße aufmerksam machen möchte. Am 30. Juli war der internationale Tag der Freundschaft. Zur Feier des Tages habe ich mich mal genauer damit befasst, wie man Freundschaften schließen und pflegen kann.

Wie fängt man an, wenn man sich mit einem so allumfassenden und wichtigen Thema wie dem der Freundschaft auseinandersetzen möchte? Ich hab es ganz pragmatisch gehandhabt und das Wort „Freundschaft“ einfach mal gegoogelt. Da ploppt als erstes eine recht nüchterne Wikipedia-Definition auf: „Freundschaft bezeichnet ein auf gegenseitiger Zuneigung beruhendes Verhältnis von Menschen zueinander, das sich durch Sympathie und Vertrauen auszeichnet.“

Wie fängt man an, wenn man sich mit einem so allumfassenden und wichtigen Thema wie dem der Freundschaft auseinandersetzen möchte? Ich hab es ganz pragmatisch gehandhabt und das Wort „Freundschaft“ einfach mal gegoogelt. Da ploppt als erstes eine recht nüchterne Wikipedia-Definition auf: „Freundschaft bezeichnet ein auf gegenseitiger Zuneigung beruhendes Verhältnis von Menschen zueinander, das sich durch Sympathie und Vertrauen auszeichnet.“

Freunde finden

Obwohl ich persönlich kein Fan dieser doch recht schlichten Definition bin, enthält sie natürlich ein Körnchen Wahrheit: Freunde sind Menschen, die wir mögen, denen wir vertrauen und die wir folglich auch brauchen. Der Mensch ist eben ein Rudeltier. Manche brauchen nur ganz wenige Vertraute, andere ganze Heerscharen, um sich so richtig pudelwohl zu fühlen. Als Kind und Jugendlicher ist es relativ einfach, Freunde zu finden. Überall sind wir umgeben von Menschen unseres Alters, erst im Kindergarten dann in der Schule und danach meist auch noch während der Ausbildung oder auf der Uni.

Dann werden wir älter, die alten Freunde (oder wir selbst) wechseln den Wohnort und auf der Arbeit gibt es zwar nette Kollegen und Kolleginnen … aber so richtige Freunde? Da hilft nur eins: So wie als Kind auf dem Spielplatz sollten wir auch im Erwachsenenalter bewusst für Situationen sorgen, in denen wir auf neue Leute treffen. Der Gedanke jagt einem oftmals einen Schauer über den Rücken, bedeutet es doch, sich aus der eigenen Komfortzone zu bewegen. Aber es lohnt sich! Gemeinsame Hobbys sind eine wahre Fundgrube für neue Freundschaften. Also, was wolltest du schon immer mal lernen? Tanzen, fechten, Schach spielen? Schau einfach mal nach Vereinen und Angeboten in deiner Nähe.

Auch die sozialen Medien können uns heutzutage die Suche nach neuen Freunden erleichtern. Fast immer gibt es spezifische Gruppen für Regionen oder Städte, oftmals sogar welche, extra für neu Zugezogene. Also keine falsche Scheu: Erst ran an die Tasten und dann auf ins Abenteuer!

Freunde behalten

Vielleicht gehörst du ja auch zu den Glücklichen, die eine ganze Menge Freunde haben und gar nicht auf der Suche nach neuen Bekanntschaften sind. Dann gilt es natürlich, diese Menschen wissen zu lassen, wie besonders sie für dich sind und wie sehr du sie schätzt. Freundschaften sind keine einmalige Investition. Genau wie (Liebes-)Beziehungen brauchen sie Pflege und Aufmerksamkeit, um über lange Zeit gedeihen zu können.

Zum Glück gibt es ein paar einfache Tricks, wie du Freundschaften aus den Kindertagen heraus rettest und bestenfalls ein ganzes Leben lang mitnimmst:

1. Nicht nur Probleme wälzen, sondern auch Spaß haben!

Klar, Freunde sind wichtige Anlaufstellen, wenn Ballast abgeworfen werden muss und guter Rat teuer ist. Aber auch, wenn deine beste Freundin die talentierteste Seelsorgerin der Welt ist: Vergesst nicht, den Alltag auch mal gemeinsam hinter euch zu lassen und einfach das Leben zu genießen. Manche Probleme lösen sich dabei wie von selbst.

2. Sei immer ehrlich

Das klingt erst einmal logisch und wie der absolute Grundbaustein einer jeden Freundschaft. Ist ja klar, denn wer einmal lügt … Allerdings kann es durchaus mal sein, dass du in Situationen kommst, in denen die Wahrheit unangenehm ist. Was entgegnest du zum Beispiel, wenn deine beste Freundin dich nach deiner Meinung zu ihrem neuen Kleid fragt und du es absolut abscheulich findest? Oder noch schlimmer: Was, wenn es kein Kleid ist, sondern ihr neuer Freund, den du nicht magst? Auch hier solltest du ehrlich sein, aber dabei auf die Gefühle deiner Freundin Rücksicht nehmen. Statt also lapidar mit einem: „Ne, also der Oliver, den kann ich gar nicht ab“ zu antworten, formulier es lieber etwas vorsichtiger: „Bisher bin ich mit Oliver noch nicht warm geworden. Am wichtigsten ist mir aber sowieso, dass du glücklich bist.“

3. Sprich regelmäßig und hör regelmäßig zu

Beides ist in einer Freundschaft gleichermaßen wichtig. Wann immer du an deine Freundin denkst, lass ihr eine kurze Nachricht zukommen und sag ihr genau das. So bleibt die Freundschaft frisch und lebendig. Manchmal ist es aber auch enorm wichtig, einfach mal zuzuhören – aktiv zuzuhören. Wenn du das aktive Zuhören nach Carl Rogers verinnerlichst, lernst du nach und nach, dich in dein Gegenüber hineinzuversetzen, kannst so besser auf ihn eingehen und wirst langfristig zu einer noch grandioseren Gesprächspartnerin.

Du siehst schon, Freundschaften haben ganz viel mit richtiger Kommunikation zu tun. Aber ein bisschen Übung macht auch hier die Meisterin. Wenn du in weitere Tipps für gelungene Gesprächsführung hineinschnuppern möchtest, kann ich dir meinen Ratgeber „Madame Missou lernt, fair zu streiten“ ans Herz legen.