Madame Missou

Bereit für den Zieleinlauf?!

Besonders im Frühsommer sind wir umgeben von Zielen: die ganz offensichtlichen Ziellinien bei verschiedenen Spaß- und Hindernisläufen, die jetzt Hochsaison haben, kommen mir in den Sinn. Und auch die etwas weniger offensichtlichen Ziele, die sich jede von uns setzt. Aber wie können wir sie auch erreichen, ohne dass uns vorher die Puste ausgeht?

Weiß du, was eine „Bucket-List“ ist? Zuerst einmal ist das eine richtig gute Idee! Es ist eine Liste, auf die du alle die Dinge schreibst, die du noch tun und erreichen willst in deinem Leben. Der Name leitet sich von der englischen Redewendung „to kick the bucket“ ab, was so viel bedeutet wie „den Löffel abgeben“. Na ja, ein wenig makaber vielleicht, aber eine tolle Idee nichtsdestotrotz. Ich finde, jede von uns sollte so eine Liste haben – und vermutlich hast du auch schon eine. Als Sammlung vager Ideen in deinem Kopf. Dann wird es Zeit, diese Ziele tatsächlich auszuformulieren – und im nächsten Schritt natürlich auch zu erreichen.

Die richtigen Ziele finden

Als erstes gilt es, die Ziele zu finden, die für dich persönlich wichtig sind. Nicht jede träumt von Haus und Garten, von Kindern und Hund. Für andere bedeutet allein der Gedanke an ausgedehnte Reisen und eine lange Zeit weit weg von zu Hause unglaublichen Stress. Ziele sind so individuell wie dein Fingerabdruck.

Also nimm dir an einem ruhigen Samstagnachmittag mit einem leckeren Café au lait ein wenig Zeit und überleg: Was müsste passieren, was möchtest du noch tun und erleben, um am Ende zufrieden und erfüllt auf dein Leben zurückzublicken? Dann nimmst du dir ein kleines Buch zur Hand und schreibst diese Dinge auf. Klapp das Büchlein zu und gib dir ein paar Tage, in denen du in Ruhe über diese Ziele nachdenkst. Wenn du deine Zeilen dann nach einer Woche wieder zur Hand nimmst, werden dir sicherlich noch Punkte einfallen, die du ergänzen willst. Vielleicht auch welche, die doch gar nicht so wichtig sind. So kommst du ganz von selbst zu deiner persönlichen Gewichtung deiner Ziele. Die, die zum Schluss ganz oben stehen, solltest du ab sofort nicht mehr aus den Augen lassen.

Der Ton macht die Musik …

… oder in diesem Fall: Die Formulierung macht das Ziel. Denn bereits hier kannst du die Weichen stellen, um dein Ziel auch zu erreichen. Die Forscher Prof. Edwin Locke und Prof. Gary Latham haben beispielsweise herausgefunden, dass Ziele eine regelrechte Sogwirkung entwickeln können. Solange wir unser Ziel nicht erreicht haben, arbeiten wir weiter. Sehr schön beobachten lässt sich das bei Kindern an einer Spielkonsole … sie sind kaum davon loszukriegen. Damit diese Wirkung aber eintritt, musst du deine Ziele hochstecken. Wer nur mal nebenbei eine Runde joggen will, den stört es nicht, wenn er die Ausdauer für einen Marathon nicht aufbauen kann. Alors: Dream big!

Ist dein Ziel auch deins?

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass dein Ziel auch wirklich zu dir gehört. Zu wem denn sonst, fragst du dich? Nun, es gibt zum Beispiel Ziele, die uns die Gesellschaft vorgibt, wie das eben bereits genannte Lebensmodell mit Haus, Kind, Hund. Und es gibt Ziele, die unser direktes Umfeld uns (manchmal unbewusst) diktiert. Wenn du deinen Garten beispielsweise wildromantisch liebst, aber deine Schwiegermutter einen penibel geschnittenen englischen Garten bevorzugt, kümmerst du dich vielleicht um das wilde Grün, bevor ein Besuch ansteht. Aber deine Zielbindung ist gering. So wird es schwer, über die Ziellinie zu kommen – und falls du es doch schaffst, ist das Gefühl der Belohnung gar nicht so hoch wie es sein könnte.

Alors, achte also bei deiner Zielsetzung darauf, dass deine Ziele wirklich dir selbst entspringen – und halte dich beim Träumen nicht zurück. If you can dream it, you can do it! Und im nächsten Blogbeitrag gebe ich dir noch ein paar Tipps dafür.