Madame Missou

Denk groß: Nobelpreisträger als Vorbilder!

Alors, der Dezember ist für mich auch ein Monat der Reflektion und so manches Mal ertappe ich mich dabei, wie ich aus dem Fenster schaue und darüber nachdenke, was ich dieses Jahr alles so gemacht und erreicht habe und wo ich nächstes Jahr noch hinmöchte. Wichtig dafür: die richtigen Vorbilder!

Am Montag wurde der Preis verliehen, bei dessen Namen allein es mich schon vor Ehrfurcht schauert: der Nobelpreis. Ein Synonym für großartige Menschen, Erfolge und Durchbrüche. Zuerst habe ich mich mal zu den Fakten informiert: Woher kommt der Nobelpreis? Welches Preisgeld wird ausgelobt? Und in welchen Kategorien wird der Preis eigentlich verliehen?

Der Nobelpreis

Der schwedische Industrielle Alfred Nobel verfügte 1896 in seinem Testament, dass die Zinsen seines Vermögens fortan als Preisgeld an Menschen gehen sollten, die besondere Verdienste für die Menschheit geleistet haben. Und diese Zinsen können sich sehen lassen. Dieses Jahr werden in jeder Kategorie 840.000 Euro vergeben. Der Grund für seine Großzügigkeit wird heute häufig darin vermutet, dass viele von Nobels Erfindungen, unter anderem das Dynamit, der Menschheit eher nachhaltigen Schaden gebracht haben und er das nie ganz verwunden hat.

Normalerweise wird die begehrte Medaille in sechs Kategorien verliehen: Medizin, Frieden, Wirtschaft, Chemie, Literatur und Physik. Dieses Jahr gibt es aber eine große Ausnahme: Der Literatur-Nobelpreis wird 2018 nicht vergeben. Grund dafür sind Anschuldigungen, die im Rahmen der #metoo-Debatte laut wurden und den Ehemann eines Jury-Mitglieds betreffen. Der Preis der Schriftsteller ist seit jeher die Skandalnudel der Kategorien. Als von der iranischen Regierung gegen den bekannten und mehrfach (wenn auch nicht mit dem Nobelpreis) ausgezeichneten Schriftsteller Salman Rushdie 1989 mittels Fatwa das Todesurteil verhängt wurde, reagierte die schwedische Akademie nicht – für viele Mitglieder ein Grund für den Ausstieg. Jean Paul Sartre war der erste, der einen Nobelpreis freiwillig ablehnte mit der Begründung: „Jeder Preis macht abhängig.“

Die glücklichen Gewinner

Trotz der Skandale hat der Preis immer noch eine enorme Außenwirkung und unheimlich viel Prestige. Bien sûr, ich denke die Gewinner dürfen sehr stolz sein und sich glücklich schätzen. In diesem Jahr sind das übrigens:

  • Medizin: James P. Allison und Tasuku Honjo für ihre Forschung zur Krebstherapie durch Hemmung von negativen Immunreaktionen
  • Physik: Arthur Ashkin, Gérard Mourou und Donna Strickland für Ihre Entwicklungen im Bereich Laserphysik
  • Chemie: Frances Arnold, George Smith und Gregory Winter für ihre Beiträge zur Entwicklung einer grünen chemischen Industrie
  • Frieden: Denis Mukwege und Nadia Murad für ihren Einsatz gegen sexuelle Gewalt als Kriegsmittel
  • Wirtschaft: William D. Nordhaus und Paul M. Romer für ihre Forschung zum Einfluss des Wirtschaftswachstums auf die Umwelt.

Warum wir gute Vorbilder brauchen

Vorbilder begleiten uns unser ganzes Leben lang – am Anfang sind es die Eltern, später vielleicht Lehrer oder Prominente oder auch Freundinnen und Freunde. Fest steht, Vorbilder sind wichtig für uns, denn sie geben uns gleichzeitig Sicherheit und Ziele. Wenn du vor einer kniffligen Situation stehst, kannst du dich immer fragen: Was hätte mein Vorbild jetzt an meiner Stelle getan? Und wie genau würde diese Person das tun? Welchen Ton würde sie anschlagen, welche Methode würde sie wählen?

Natürlich musst du nicht zwingend einen der Nobelpreisträger zum Vorbild nehmen, wobei das sicher keine schlechte Idee wäre, denn: Diese Menschen stehen unaufhaltsam für etwas ein. Sie haben sich einer Sache ganz und gar verschrieben und lassen sich auf ihrem Weg nicht beirren. Vielleicht wird das einer meiner Vorsätze für das neue Jahr: Mich mehr auf das zu fokussieren, was mir wirklich wichtig ist. Wie sieht’s bei dir aus?