Madame Missou

Der Morgen könnte schön sein, wenn da nicht das Aufstehen wäre

Ich wette, das haben wir uns alle schon einmal gedacht, pas vrais? Und dieses Wochenende wird es wieder ganz besonders hart, wenn die Zeitumstellung uns eine Stunde süßen Schlafs klaut. Ich zeige dir, wie du trotzdem gut aus den Federn kommst.

Nachdem ich im Herbst schon aufgeregt verkündet habe, dass uns vielleicht die letzte Zeitumstellung bevorsteht, muss ich heute etwas zurückrudern. Denn so wirklich viel hat sich nach dem Votum nicht getan an der Sommer-Winterzeit-Front. Das ist besonders deshalb schade, weil jede Zeitumstellung, und sei sie noch so gering, für den Körper Stress bedeutet. Eine Art kleiner Mini-Jetlag eben – und zwar besonders jetzt im Frühling, wo eine Stunde einfach mir nichts, dir nichts verschwindet.

Damit du trotzdem morgens voller Energie aus dem Bett hüpfen und den Frühling auch in den Morgenstunden genießen kannst, habe ich heute ein paar Tipps zusammengestellt, die dir den Start in den Tag auch während der Zeitumstellung erleichtern. Alors, also los in aufgeweckte Zeiten:

Nur die Harten kommen … pünktlich aus dem Bett

Gehörst du auch zu den Menschen, die gerne drei bis fünf Mal auf die verführerische Schlummertaste drücken, bevor sie einen ersten Zeh aus dem Bett strecken? Hast du vielleicht sogar schon mal verschlafen, weil du den Wecker aus Versehen im Halbschlaf komplett ausgeschaltet hast? Dann kommt hier eine Methode für dich, die zwar im ersten Moment hart klingt, aber extrem wirkungsvoll ist: Die Schlummertaste darfst du immer noch betätigen, aber wenn jetzt der Alarm zum ersten Mal ringt, schlägst du die Decke komplett zurück. Durch den Temperaturwechsel kommt dein Kreislauf richtig in Schwung. Vermutlich wirst du gar nicht bis zum zweiten Klingeln liegen bleiben wollen, aber falls doch: Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, sich im Bett schon mal aufzusetzen und in alle Richtungen zu strecken. Glaub mir, danach bist du wach und sogar schon einigermaßen fit … auch wenn diese Methode zugegebenermaßen etwas Disziplin erfordert.

Schlaf in deinem eigenen Rhythmus

Jeder Körper hat eine eigene innere Uhr, nach der er tickt und die so individuell ist wie dein Fingerabdruck. Du gehst jeden Abend zeitig zu Bett und bist trotzdem mit jedem Weckerklingeln gerädert und vielleicht sogar ein wenig orientierungslos in den ersten Sekunden nach dem Aufwachen? Dann liegt es vielleicht daran, dass du deinen Körper stets mitten aus einer Tiefschlafphase reißt. Versuch, deinen Wecker mal eine halbe Stunde eher zu stellen. Oui, ich weiß, es klingt komisch, dass weniger Schlaf Abhilfe gegen Müdigkeit schaffen soll, aber wenn du aus einer leichten Schlafphase heraus aufwachst, wirst du dich wesentlich fitter und erholter fühlen. Auch schon 30 Minuten früher am Morgen.

Der Powernap

Dein persönlicher Albtraum sucht dich nicht nachts heim, sondern mit dem ersten Weckerschrillen? Wenn der Gedanke an das Aufstehen wirklich unerträglich ist, dann lock dich selbst mit dem Gedanken an ein Mittagsschläfchen. Kurze Ruhephasen sind gesund und perfekt, um Energiespeicher aufzufüllen. Aber Achtung: Damit ist nicht gemeint, dass du stundenlang schlafen sollst. 20 Minuten reichen bereits aus. Denn du solltest nicht wirklich in den Tiefschlaf fallen, sonst wachst du, wie oben bereits erwähnt, nicht erholt, sondern völlig angeschlagen wieder auf. Kleiner Tipp: Leg dich auf die Couch und halte einen großen Schlüsselbund in deiner Hand, die du über die Sofakante baumeln lässt. Sobald du „Gefahr läufst“ tief wegzuschlummern, wird dir der Schlüssel aus der Hand fallen. Das Scheppern holt dich sofort zurück und du startest voller Power in den restlichen Tag.

Alors, ich hoffe, mit diesen kleinen Alltagshelfern fällt dir der Start in den Tag und in die warme Jahreszeit ein wenig leichter. Und falls nicht: Ein starker Kaffee am Morgen hat noch nie geschadet.