Madame Missou

Der Weg ins Ziel oder der Weg als Ziel

Letzte Woche habe ich dir ein paar kleine Wegweiser auf die Straße zur Zielerreichung gestellt. Und heute geht es darum zu schauen, wie du diesen Wegweisern folgen kannst und was passiert, wenn du trotzdem mal vom Weg abkommst.

Na, erinnerst du dich noch an deine „Bucket-List“? Wir haben sie im letzten Blogbeitrag kennengelernt und ausgefüllt – die Liste der Dinge, die du in deinem Leben unbedingt noch erreichen oder schaffen möchtest. Deine ureigenen Ziele also. Heute gebe ich dir noch ein paar Tipps für die Reise an die Ziellinie an die Hand und ich helfe dir dabei, zu verstehen, dass es auch nicht schlimm ist, wenn nicht jedes Vorhaben Realität wird.

1. Sei SMART

Wir haben letzte Woche schon kurz darüber gesprochen, wie wichtig bereits die gekonnte Formulierung deiner Vorhaben für deren Erfolg ist. Ganz konkret kann dir die SMART-Formel dabei helfen, deine Wünsche und Träume in waschechte Ziele zu verwandeln. SMART steht für Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch, Terminiert. Nach diesen fünf Gesichtspunkten sollten sich deine Vorhaben richten.

Beispiel gefällig? Nehmen wir einmal an, du möchtest irgendwann eine Eigentumswohnung kaufen. Dann ist die Formulierung „Irgendwann hätte ich gerne eine eigene Wohnung“ denkbar ungeeignet. So, wie es jetzt da steht, ist es eine nette Hoffnung, aber kein Ziel. Richtig Pfeffer kommt aber rein, wenn du schreibst: „Ich werde ab jetzt jeden Monat 400 Euro in einen Bausparvertrag einzahlen, damit ich mir in fünf Jahren diese Wohnung dort kaufen kann.“ Das ist konkret und damit bindend. Hier ist es viel schwieriger für dein Unterbewusstsein, Ausreden zu finden und damit viel schwieriger, dein Ziel nicht zu erreichen.

2. Scheitern akzeptieren

Und falls es wirklich mal nicht klappen sollte mit den eigenen Zielen? Du hast dir welche ausgesucht, die zu dir gehören, du hast SMART formuliert und du hast es dir wirklich fest vorgenommen und trotzdem – manchmal kommen wir einfach nicht ganz in Ziel, egal wie sehr wir wollen. Dann ist es wichtig, dass du dich nicht selbst bestrafst. Auch auf dem Weg zum Ziel kannst du bereits einiges lernen.

Geh einfach mal in dich und frag dich, an welcher Stelle du von deiner vorgegebenen Route abgekommen bist. Und frag dich vor allem auch, wieso. Und bevor du anschließend irgendetwas weiteres tust, nimm das erst einmal so an. Das ist ein wichtiger Schritt – sich selbst anzunehmen mit Fehlern und Verfehlungen. Erinnere dich immer wieder daran, dass es okay ist, zu Scheitern und nicht in allen Dingen perfekt zu sein.

Deine Selbstliebe sollte sich nicht daran messen, wie viele und wie schnell du deine Ziele erreicht hast. Andere Menschen liebst du ja auch bedingungslos, nicht wahr? Also mach dir immer wieder bewusst, dass Ziele wichtig sind – du aber genau so toll und liebenswert und faszinierend und stark bist, wenn du mal eins davon nicht erreichst. Und daraus ziehst du neue Motivation für den nächsten Versuch.