Madame Missou

Die FBM – Diesmal als Besucher, aber ebenso toll!

FBM ist kurz für „Frankfurter Buchmesse“ und damit für das absolute Jahreshighlight aller Buchverliebten, inklusive mir. Nachdem ich letztes Jahr die besondere Ehre hatte, einen Vortrag halten zu dürfen, war ich dieses Jahr als Besucherin vor Ort. Was ich so erlebt habe, erzähle ich dir hier.

Vor einem Jahr um diese Zeit war ich schon ordentlich nervös. Denn mein Verlag GABAL hatte für mich tatsächlich einen Redeslot auf dem Branchenevent überhaupt gebucht: der Frankfurter Buchmesse! So sehr ich vorher gezittert und geschwitzt habe, so toll war es, als ich dann auf der Bühne stand und meine Leserinnen live treffen durfte. Und jetzt im Nachhinein habe ich viele schöne Erinnerungen an diesen ganz besonderen Tag.

Dieses Jahr habe ich es etwas ruhiger angehen lassen und die Messe als Besucherin und Leseratte durchstöbert – und auch das war wunderbar.

Ankunft auf der FBM

Schon in dem Moment, in dem ich in Frankfurt aus dem Zug gestiegen bin, ist mir aufgefallen: In dieser Stadt ist etwas Besonderes los. Überall wuselten Menschen mit vorfreudigen Gesichtern über die Bahnsteige und von den Plakatwänden strahlten mir die unterschiedlichsten Bücher entgegen. Den kurzen Weg von circa 15 Minuten bis zum Messegelände bin ich zu Fuß gegangen, um den herrlichen Herbsttag zu genießen.

Auf der Messe angekommen, führt mich mein erster Weg natürlich zum Stand meines eigenen Verlages – ich muss wirklich zugeben: an den Anblick der eigenen Bücher in der Auslage gewöhnt man sich nie so ganz. Auch wenn sie natürlich bei mir zu Hause im Bücherregal ebenfalls einen Ehrenplatz eingenommen haben. Mindestens ebenso schön war es, die ganzen lieben Verlagsmitarbeiter von GABAL wiederzusehen und gemütlich am Stand einen Kaffee zu trinken.

So viel los, so viel zu sehen

Da ich am Fachbesuchertag in Frankfurt war, konnte ich mich noch einigermaßen vor den Besucherströmen retten, trotzdem gab es eine ganze Menge zu sehen. Zum Beispiel habe ich mir Volker Kutsche im Interview angehört. Falls dir der Name nichts sagt: Das ist der kluge Kopf hinter der Fernsehserie „Babylon Berlin“. Aus der Feder von Volker Kutsche stammt nämlich die Romanvorlage „Der nasse Fisch“. Trotz seines wirklich durchschlagenden Erfolgs, hatte ich durchweg das Gefühl, einen wirklich bodenständigen und sympathischen Mann vor mir zu haben, den es gar nicht übermäßig ins Scheinwerferlicht zieht.

Um fünf Uhr ging es dann bei GABAL weiter mit dem traditionellen Autorentreff, der jedes Jahr von der Verleihung des „Best Business Book Awards“ gekrönt wird. Dieses Jahr ging die Urkunde an einen völlig überraschten Ilja Grzeskowitz, für unglaubliche über 100.000 verkaufte Exemplare seiner diversen „Change“-Bücher. Wahnsinn! Das ist ein Ziel, das für mich noch in weiter Ferne liegt, aber frau darf ja träumen. Bei Wein und Wraps hatte ich dann endlich Gelegenheit, mich mit meinen tollen Autorenkolleginnen und -kollegen auszutauschen, mehr über ihre spannenden Projekte zu erfahren und mit meinen Verlegern über meine eigene Reihe zu quatschen. So viel kann ich dir verraten, liebe Leserin: Es bleibt spannend!

Die Messe lohnt sich immer

Als ich abends mit plattgelaufenen Messefüßen im Zug Richtung Heimat saß, blieb mir als persönliches Fazit nur: Die FBM lohnt sich wirklich für jeden, der ein Herz für Bücher hat. Es gibt so viele bunte und tolle Veranstaltungen rund um Literatur: Preisverleihungen, Lesungen, Signierstunden – da ist für jeden das passende dabei. Bücher kaufen kann man an den Fachbesuchertagen leider nicht. Deswegen bin ich direkt am nächsten Tag losgelaufen und habe mir in der Buchhandlung meines Vertrauens alle Neulinge bestellt, die mir in Frankfurt ins Auge gesprungen sind. Ein rundum gelungener Tag!