Madame Missou

Eine Portion Motivation, bitte!

Kennst du das auch, liebe Leserin? Du sitzt im Büro, vor dir ein Haufen Arbeit – entweder tatsächliche Haufen oder metaphorische auf deinem PC – und eigentlich wärst du lieber überall anders, als ausgerechnet hier. Wie du in solchen Momenten schnell zu einem kleinen Motivationsschub kommst, verrate ich dir heute.

Der Feierabend ist noch ewig weit weg und die Zeiger der Uhr scheinen still zu stehen. Vielleicht sitzt du auch gerade an einem großen Projekt, das dich zu Beginn noch richtig befeuert hat – aber mittlerweile ist irgendwie die Luft raus. Jetzt ein kleine Motivationsspritze, um wieder so richtig mit Eifer und Freude dabei sein zu können – und nicht nur irgendwie die Zeit totzuschlagen und nichts wirklich zu schaffen. Aber … was genau ist eigentlich Motivation und wie schaffen wir es, sie passend herbeizurufen?

Extrinsische und intrinsische Motivation

Auf die Frage nach der Motivation gibt es viele Antworten und viele Aspekte auf die frau sich konzentrieren kann. Was motiviert dich beispielsweise, morgens aufzustehen? Vielleicht denkst du groß und deine Antwort ist: Um die Welt zu verbessern … aber ist es nicht eigentlich nur, weil du Hunger hast und frühstücken möchtest? Keine Sorge, das ist nicht schlimm oder gar falsch. Unsere Grundbedürfnisse zu befriedigen ist der Ursprung jeglicher Grundmotivation. Eine weitere Unterteilung ist die nach extrinsischer und intrinsischer Motivation.

Extrinsisch bedeutet, dass dich äußere Faktoren antreiben. Wenn du zum Beispiel pünktlich zur Arbeit fährst, um keinen Ärger mit deinem Chef zu kriegen, bis du extrinsisch motiviert. Wenn du dich hingegen jeden Morgen auf deine Arbeit freust, weil du einen Sinn darin erkennst und den Job gerne erledigst, ist es eine innere – eine intrinsische Motivation. Oft wird argumentiert, die intrinsische sei die bessere Variante, aber ich denke, manchmal ist auch ein kleiner Schubs von außen nicht schlecht. Er hilft uns, wieder in Schwung zu kommen. Genauso, wie diese kleinen Motivationskicks. Zieh sie einfach das nächste Mal heran, wenn eine Aufgabe sich wieder einmal wie Kaugummi zieht – und dann starte durch:

1. Schluss mit „geht nicht“

Glaub an dich! Du kannst jede Aufgabe bewältigen, wenn du dich hineinkniest und voll dahinterstehst. Auch wenn ein Projekt anfangs vielleicht gigantisch und angsteinflößend wirkt, du wirst umso stolzer und zufriedener sein, wenn du es zum Abschluss gebracht hast. Und wenn du doch einmal überfordert sein solltest, spricht nichts dagegen, sich Hilfe zu holen. Sprich mit deinem Chef oder deinen Kollegen oder bitte Freunde um Unterstützung.

2. Entscheide dich

Hast du schon einmal überlegt, ob du Aufgaben, die du endlos vor dir herschiebst, überhaupt erledigen musst? Vielleicht kannst du ja jemanden engagieren, der dir das Wohnzimmer streicht oder die Fenster putzt? Wenn du allerdings bei dem Gedanken daran sofort ein schlechtes Gewissen bekommst, dann entscheide dich bewusst, die Aufgabe zu erledigen und verdeutliche dir das auch verbal: „Ich mache das jetzt.“ Punkt.

3. Ein Löffel Zucker

Wenn gar nichts mehr geht und du einfach nicht weiterkommst, kann es auch helfen, kurz Abstand von der Situation zu gewinnen und dich mit einer Kleinigkeit für die Meilensteine zu belohnen, die du bereits erreicht hast. Das kann ein Stück leckerer Schokolade sein, ein Cappuccino aus dem kleinen gemütlichen Kaffee oder eine halbe Stunde, die du einem guten Buch widmest. So tankst du ganz schnell wieder Energie – und in Etappen unterteilt, scheint der gesamte Weg nicht mehr so lang. Aber Vorsicht: Ein wenig Selbstdisziplin gehört hier dazu. Das Mittagessen mit Freunden sollte sich beispielsweise nicht bis in den Abend ziehen und das süße Top aus der Sommerkollektion darf dich nicht zu einem Kaufrausch verleiten.