Madame Missou

„Ene, mene, muh und …“ So entscheidest du besser!

Wenn es draußen kalt und ungemütlich ist, gibt es doch wenig besseres als sich mit einem guten Film im Trockenen und Warmen die Zeit zu vertreiben. Bien, soweit so gut – aber sowohl Netflix und Amazon Prime als auch das gute alte Kino stellen mich immer wieder vor die Frage: Für welchen Film soll ich mich denn nun bloß entscheiden?!

Das Kino ist dabei nur gerade ein passendes Beispiel für mitunter ganz schön knifflige Entscheidungen, die uns im Alltag so begegnen können. Die Liebeskomödie oder doch eher der Actionfilm? Soll ich meinem Partner den Gefallen tun oder mich lieber durchsetzen? Und wenn es schon bei etwas so Kleinem wie der Wahl des richtigen Blockbusters zu Zweifeln und Skepsis kommt, wie sollen wir dann erst mit den richtig wichtigen Entscheidungen umgehen? Ich habe mal ein paar Tipps und Methoden für dich zusammengetragen.

Die falsche Sichtweise

Oftmals beginnt der Stress nicht mit der Entscheidung selbst, sondern bereits davor. Die Frage, die dem ganzen zugrunde liegt ist: Was, wenn ich mich für das Falsche entscheide? Nun, meine liebe Leserin, es wird Zeit, diese Frage ein für allemal aus der Welt zu schaffen, denn: Es gibt keine falschen Entscheidungen. Wir neigen dazu, zu glauben, eine Option wäre die absolut perfekte und die andere würde uns ins Unglück stürzen. Dem ist aber nicht so. Es gibt keine perfekte Wahl. Jeder Weg hat seine Macken und auch wenn wir im Nachhinein mit einem Weg nicht ganz zufrieden sind – vermutlich hätte auch der andere einige Schlaglöcher gehabt.

Ich finde, diese Sichtweise nimmt vielen Entscheidungen schon mal einiges ihrer angsteinflößenden Wirkung und sie kann dabei helfen, die Starre zu überwinden und überhaupt eine Entscheidung zu treffen.

Das Pferd von hinten aufzäumen

Eine weitere gute Methode ist die Visualisierung und bewusste Beschäftigung mit dem „Worst-Case-Scenario“. Frag dich einmal: Was könnte schlimmstenfalls passieren? Gerade in Bezug auf die Wahl des Kinofilms dürfte die Antwort wohl vergleichsweise glimpflich ausfallen: Du langweilst dich vielleicht zwei Stunden lang im Kinosaal oder vergibst für den Film am Ende nur vier statt volle fünf Sterne. Das ist doch gut verkraftbar, oder?

Aber auch für große Entscheidungen kann es helfen, wenn wir unsere Ängste mal ins Licht zerren. Du hast dich für einen Job entschieden, in dem du dich zunehmend unwohl fühlst? Dann schau dich nach neuen Herausforderungen um. Niemand zwingt dich, einer einmal getroffenen Entscheidung für immer treu zu bleiben. Das ist doch irgendwie auch ein befreiender Gedanke, non?

When in doubt, ask around!

Sicherlich kennst du auch das Sprichwort: „Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen“. Genau so kann es uns auch ergehen, wenn wir wichtige Entscheidungen treffen müssen, die vor allem unsere eigenen Fähigkeiten, Vorlieben und vielleicht auch Möglichkeiten betreffen. Eine gute Freundin von mir wollte sich zum Beispiel letztes Jahr unbedingt einen Hund zulegen. Oberflächlich schien das auch eine durchaus vernünftige Idee zu sein. Sie ist Freelancerin und arbeitet viel von zu Hause. Aber dann sind wir ein wenig tiefer ins Gespräch eingestiegen und ich habe sie daran erinnert, wie gerne sie verreist. Und zwar vorzugsweise lange und weit weg. Ihre Eltern wohnen am anderen Ende von Deutschland und auch in ihrem näheren Bekanntenkreis ist niemand, der für mehrere Wochen am Stück einen Hund nehmen könnte. Die Entscheidung lautete also: Hund oder Reisen. Jetzt hat Sie einen Hamster. Den kann sie ohne Probleme zu Freunden (mir zum Beispiel) geben, wenn Sie verreist und muss ihren Entdeckertrieb nicht unterdrücken.

Obwohl wir uns selbst so nah sind, können wir manchmal nicht genau erkennen, was in welchem Moment für uns das Beste wäre. Vielleicht sind wir so gefangen im Moment oder von einer vordergründig super Idee, die uns gekommen ist. Wenn du also vor einer großen Entscheidung stehst, die unter Umständen auch noch andere tangiert (wie in diesem Fall den Hund), dann lass dir von deinen engsten Freunden helfen. Manchmal haben sie ein klareres Bild auf dich als du selbst.

Und nun in diesem Sinne, meine persönlichen Kino-Highlights im Herbst. Vielleicht hilft dir das ja auch schon bei deiner Entscheidung:

  • Die Unglaublichen 2: Für alle Fans von Animation gepaart mit ordentlich Humor und Superhelden-Action!
  • A Star Is Born: Romantik, Drama und Bradley Cooper – mehr kann man doch kaum wollen, non?
  • Book Club – Das Beste kommt noch: Ein Film über Bücher und Freundinnen, klar, dass der mir gefällt!

So, liebe Leserin, nun wünsche ich dir ganz viel Spaß bei all deinen zukünftigen Entscheidungen – und im Kino!