Madame Missou

Ent-stress dich mal!

In jedem Leben gibt es hin und wieder Phasen, die bedeuten einfach Stress. Ein Umzug geht nie ohne gewisse Hürden und unvorhergesehene Hindernisse vonstatten und ein großes Projekt bei der Arbeit hat meist eine feste Deadline. Für alle anderen Situationen ist aber Entstressen angesagt!

Alors, ob es wirklich so ist, weiß ich nicht, aber zumindest gefühlt wird der Stress immer größer, non? Dabei meine ich nicht einmal die eben genannten von Haus aus stressigen Situationen, sondern einfach kleine Panikattacken und das Gefühl von Rastlosigkeit, das uns im Alltag gerne mal aus dem Hinterhalt des Supermarktregals überfällt. Dieser Alltagsstress ist es, der frau auf Dauer zermürbt, denn er schleicht sich langsam ein und sorgt dann dafür, dass unser Körper dauerhaft in Alarmbereitschaft bleibt. Um zu wissen, dass das nicht gesund ist, braucht es kein Medizinstudium.

Vraiment, zum Glück gibt es ein paar ganz praktische und sofort anwendbare Tipps, um wieder runterzufahren und auch im Sommer auf Betriebstemperatur zu bleiben:

1. Du bestimmst

Ein großer Teil unseres subjektiven Stressempfindens wird durch die ständige Erreichbarkeit ausgelöst, in die wir uns heute teilweise freiwillig begeben. Und „freiwillig“ ist hier auch schon genau das richtige Stichwort. Niemand zwingt dich, in deiner Freizeit E-Mails zu lesen oder Textnachrichten zu beantworten. Früher konnten wir den Hörer vom Telefon einfach danebenlegen und schon herrschte herrliche Ruhe. Heute müssen wir das eben auf andere Art und Weise machen: Leg für dich jeden Tag mindestens eine Stunde fest, in der du dein Handy nicht beachtest. Viele Smartphones besitzen aus genau diesem Grund mittlerweile auch schon eine Ruhe-Funktion. Da kannst du für die Zeit sogar den Empfang ausschalten, den Hörer quasi metaphorisch danebenlegen. Denn eines solltest du dir immer wieder klar machen: Du allein entscheidest, ob und wann du erreichbar sein willst. Nicht dein Handy und auch nicht die anderen!

2. Outsourcing geht auch privat

Wer sagt eigentlich, dass du nach 40 Stunden wöchentlicher Arbeit noch einkaufen und bügeln und Böden wischen musst? Na? Ist das vielleicht die innere Perfektionistin, die da frech die Hand hochhält? Die sagt, dass du das doch schaffen musst, weil es andere schließlich auch tun? Ich verrate dir ein Geheimnis: Andere schaffen es auch nicht besser oder schneller als du. Nur du weißt, wie es in deinem Leben aussieht und was du brauchst, um deine Freizeit zu genießen. Für manche Menschen ist das Putzen sogar meditativ, sie können dabei wunderbar entspannen. Für andere bedeutet es puren Stress. Warum dann nicht etwas abgeben? Der Boden kann auch von einer Reinigungskraft einmal die Woche gewienert, die Wäsche von einer Wäscherei gebügelt werden. Oder du lässt die Wollmäuse mal eine Woche Freilauf genießen. Davon geht die Welt auch nicht unter.

3. Plan Zeit für deine Liebsten ein

Ein stabiles soziales Netzwerk ist einer der effektivsten Stresskiller (ja, auch besser als Schokolade). Damit meine ich nicht, dass du besonders viele Freunde brauchst. Eine Handvoll vertrauter Personen reicht schon aus, aber für die solltest du dir wirklich Zeit nehmen. Plan regelmäßig Abende mit Freunden und Familie ein: ein leckeres Essen, ein Kinobesuch, einfach nur eine Flasche Wein und ein wenig reden. Auch wenn du dich anfangs ein wenig aufraffen musst, die Belohnung stellt sich fast sofort ein. Nach einem Treffen wirst du dich ruhiger und gestärkter fühlen, weil du weißt: Du bist nicht allein und du kannst alles schaffen, was du dir vornimmst.