Madame Missou

Gestatten: dein Körper

Ein Augenzucken, eine unbewusste Geste und du weißt, was deine beste Freundin denkt. Du kennst sie ja auch schon seit zig Jahren, da ist das doch selbstverständlich. Aber was ist mit dir und deinem eigenen Körper? Den kennst du eigentlich schon viel länger, aber kennst du ihn auch wirklich?

Alors, obwohl wir nur den einen haben und er uns ein Leben lang begleitet, hast du dir schon einmal ganz ehrlich die Frage gestellt, wie gut du deinen eigenen Körper tatsächlich kennst? Ich meine jetzt nicht eine Zahl auf der Waage, deine Haar- oder Augenfarbe, sondern zum Beispiel, ob die Energien in deinem Körper ausgewogen verteilt sind. Zugegeben, das klingt zunächst ein wenig esoterisch, aber eigentlich geht es nur darum, in sich selbst hineinzuhorchen. Wo habe ich Wehwehchen, die ich bisher einfach ignoriert habe? Welche Stellen meines Körpers mag ich mehr, welche weniger? Und wie behandele ich sie aufgrund dessen? Eine gute Möglichkeit, all das herauszufinden, ist ein Energiediagramm. Ich zeige dir, wie du in einer ruhigen Stunde dein ganz persönliches anlegen kannst.

1. Körpergefühl

Für dein ganz persönliches Körper-Energie-Diagramm brauchst du zuerst einmal einen Körper, den du beschriften kannst. Wenn du dich also nicht selbst anmalen möchtest, holst du dir am besten einen Zeichenblock – am besten DIN A3 – und skizzierst die Umrisse deines Körpers. Dann markierst du alle jene Stellen, an denen du öfter mal Beschwerden hast: Kopfschmerzen, Magengrummeln, Erröten usw. Zu all diesen Punkten kannst du dir nun bewusst Heilungsstrategien überlegen. Oft ist uns gar nicht bewusst, wo genau es in unserem Körper ziept und zetert und so gehen wir darüber hinweg. Das ist natürlich nicht gut, da selten etwas von selbst besser wird. Bei dieser Übung beschäftigst du dich nicht nur intensiv mit dir, sondern du hilfst dir schon allein dadurch, dass du deine bloße Aufmerksamkeit auf die kleinen Dinge richtest.

2. Energiediagramm

Jetzt kommt Farbe ins Spiel! Überleg dir, wo du in deinem Körper ein energiegeladenes, warmes Gefühl hast. Diese Zonen färbst du in einem kräftigen rot ein. Bereiche, zu denen du immer noch eine starke Verbindung spürst, in orange, dann gelb – bis du schließlich zu den Körperteilen kommst, die eher kühl, vielleicht sogar im wortwörtlichen Sinne ständig kalt, sind (Stichwort: Füße). Die färbst du blau ein.

Jetzt siehst du auf einen Blick, in welchen Bereichen du bereits in gutem Kontakt mit dir selbst stehst und wo es noch ein wenig Nachhilfe braucht. Wenn du zum Beispiel auch zu der Kalte-Füße-Fraktion gehörst, kannst du dir regelmäßige Fußmassagen gönnen, Heiß-Kalt-Bäder nehmen oder durchblutungsfördernde Cremes ausprobieren.

3. „I Like“

Im letzten Schritt markierst du all jene Körperstellen, mit denen du vollkommen zufrieden bist. Vielleicht bekommst du auch Komplimente für diese? Das sind deine Energiespeicher, hier kannst du viel Kraft rausziehen und du solltest sie auf jeden Fall weiter positiv und liebevoll behandeln.

Dann geht es weiter zu den Stellen, die dir noch nicht so richtig gefallen. Die brauchen deine Aufmerksamkeit, denn es sind die Orte, an denen du verwundbar bist und vielleicht auch schon mal getroffen wurdest. Überleg dir hier Konterstrategien für außen und Schritte zur Akzeptanz für innen.

Alors, unser Körper erlaubt uns, jeden Tag all die wundervollen Dinge im Leben zu genießen und zu erfahren. Daher ist es gut, ihm – wie der besten Freundin auch – manchmal etwas Aufmerksamkeit zu schenken.