Madame Missou

Ohne Maman wären wir alle nicht hier

Alors, das gilt in zweierlei Hinsicht. Einmal natürlich wortwörtlich: Jede von uns hat eine Mutter, die uns zur Welt gebracht hat. Aber ohne eine starke Frau, die uns unterstützt und liebt, wären wir vielleicht auch jetzt, lange nach unserer Geburt, nicht da, wo wir heute stehen.

Na, du kannst dir mit Sicherheit schon denken, welches Ereignis mich zu diesem Gedanken inspiriert hat, oder? Naturellement: Am 13. Mai ist Muttertag. Der perfekte Anlass, um sich mal wieder bewusst ins Gedächtnis zu rufen, wie viel wir der eigenen Mutter eigentlich verdanken und sie das auch wissen zu lassen. Außerdem habe ich mich mal in der Geschichte umgeschaut, denn ich habe mich gefragt: Gab es eigentlich Mütter – im buchstäblichen oder übertragenen Sinne – die ganz besonders in Erinnerung geblieben sind?

Verschenk Gefühle und Eindrücke

Ein Muttertagsgeschenk muss nicht teuer sein. Es muss nicht einmal gekauft sein. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass zum Beispiel ein handgeschriebener Brief einen berührenden und viel intensiveren Eindruck hinterlässt. Er ist persönlich und du kannst deine Gefühle auf eine individuelle Art und Weise ausdrücken und das ist doch persönlicher als noch ein Teeservice oder eine teure Handtasche.

Wenn du nicht zur Gruppe der Wortakrobatinnen gehörst, ist das auch kein Problem. Erinnerst du dich noch an deine Kindergarten- oder Grundschulzeit? Damals wurde gebastelt und deine Mama hat sich mit Sicherheit über jedes deiner Kunstwerke gefreut. Also, warum sollte das heute nicht auch noch funktionieren? Du musst keinen Kolibri aus Seidenpapier falten; es gibt wunderbare Do-it-yourself-Geschenkideen, die erwachsen, schön und überhaupt nicht kitschig sind. Wie wäre es zum Beispiel, wenn du dich mal im sogenannten Handlettering versuchst? Das ist eine besonders kunstvolle Art zu schreiben. Such dir einfach einen schönen Spruch raus, der zu dir und deiner Maman passt, und schwing den Pinsel.

Mütter sind etwas ganz Besonderes – und diese hier sind sogar berühmt

Besonders hervorheben möchte ich eine Mutter, ohne die es vermutlich überhaupt keinen Muttertag gäbe. Die Maman von Frauenrechtlerin Anna Jarvis. Die Amerikanerin hatte im Jahr 1907 den fantastischen Gedanken, auf das harte und damals oftmals ungerechte Leben von Frauen aufmerksam zu machen. Gleichzeitig wollte sie ihre Mutter ehren, die zwei Jahre zuvor am zweiten Sonntag im Mai verstorben war. Aus diesem Anlass verschickte sie Briefe an eine ganze Reihe von Politikern, sogar an das Weiße Haus, und forderte einen Tag zu Ehren aller Mütter. 1914, immerhin nur sieben Jahre später (ganz schön fix für eine politische Entscheidung), wurde der erste offizielle Muttertag gefeiert.

Eine andere „Mutter“, die in meiner kleinen Aufzählung natürlich nicht fehlen darf, ist Mutter Teresa. Obwohl sie selbst als Ordensschwester keine Kinder hatte, hat sie viel geleistet, das Lob und Anerkennung verdient. Warum also nicht den Ehrentag nutzen, um auch an diese Mutter zu denken? Für ihre Arbeit in Indien, besonders mit schwerkranken und häufig armen Patienten, ist Mutter Teresa 1979 sogar mit dem Friedensnobelpreis geehrt worden.

Nun wollen wir uns aber auch noch eine berühmte Mami anschauen, die noch quietschlebendig ist und ihre Mutterrolle großartig ausfüllt. Gemeint ist Halle Berry. Ich finde, sie ist vor allem auch deshalb ein tolles Vorbild, da sie ganz offen damit umgeht, dass Mütter eben nicht nur Mütter, sondern auch Frauen sind. Auf dem roten Teppich zeigte sie sich vor Kurzem in einem super schicken, aber eben auch leicht durchsichtigen Kleid – sehr zur Empörung einiger Journalisten. Ich hingegen habe mir gedacht: Respekt! Denn zu so einem Auftritt gehört viel Mut und Selbstbewusstsein. Außerdem ist Halle, soweit ich das beurteilen kann, eine wundervolle Mama. Und genau das ist der Punkt: Ich kann es nicht genau beurteilen, da sie die Privatsphäre ihrer Kinder schützt und sie in gebührendem Maße von der Außenwelt abschirmt. Auf Fotos sieht man höchstens mal die Rückenansicht oder einen Schatten der Kleinen. Ich finde, in der heutigen Zeit ist das eine echte Seltenheit und deswegen umso bemerkenswerter.

Alors, ich habe das Glück, auch so eine tolle Maman zu haben und genau der schreibe ich jetzt einen lieben Brief zum Muttertag. Denn, Hand aufs Herz: Wir sagen unseren Liebsten gar nicht oft genug, wie viel sie uns bedeuten, oder?

Allen Großmüttern, Müttern und natürlich auch denen, die es noch werden wollen, wünsche ich einen großartigen Muttertag. Lasst euch ordentlich verwöhnen!