Madame Missou

Was wächst denn da?

Die Uhren sind umgestellt, die warme Jahreshälfte hat offiziell begonnen. Und mit ihr die Lust auf frische und leichte Gerichte, non? Zum Glück ist die Auswahl riesig und viele Zutaten findest du direkt im eigenen Garten.

Alors, liebe Leserin, eine gesunde knackig-frische Ernährung ist genau das, was wir brauchen, um mit voller Power in das Frühjahr zu starten, non? Aber welches Obst, welches Gemüse, welches Kraut bringt denn überhaupt welche Vorteile mit sich? Ich habe mal ein wenig recherchiert, was jetzt im April blüht und dir hier eine kleine Madame-Missou-Kräuterkunde zusammengestellt. So siehst du die wertvollen Inhaltsstoffe direkt auf einen Blick:

Löwenzahn

Die ersten gelben Blüten recken ihre Köpfe Richtung Sonne und die jungen Blätter des Löwenzahn sind in dieser Jahreszeit noch besonders zart und weniger bitter. Sein Anteil an Vitamin K macht Löwenzahn außerdem zu einem waschechten Superfood. Es soll bei der Blutgerinnung helfen und außerdem für strahlende Haut sorgen. Das ist doch ein Frühlingsversprechen! Übrigens: Der Mythos, dass Löwenzahn aufgrund der milchigen Flüssigkeit im Stiel der Blüte giftig sei, hält sich zwar hartnäckig, ist aber nichts weiter als das: ein Mythos.

Brennnessel

Als Kind gefürchtet, jetzt geliebt. Die Brennnessel kann viel mehr als schmerzhafte Stiche zufügen. Bereits in der Antike schätzten die Menschen auch das genaue Gegenteil, nämlich die Heilkräfte der grünen Nessel. Sie enthält zum Beispiel doppelt so viel Eisen wie der stets gerühmte Spinat und eine unglaublich hohe Menge an Vitamin C. Damit wird sie zum Anti-Aging-Wunder, das die Cremes und Tinkturen im Supermarkt links liegen lässt.

Himbeere

Auch das süße rosa Früchtchen hat im April Erntezeit – die ist allerdings sehr kurz, also gilt: ranhalten. Trotz ihrer Süße enthält die Himbeere weniger Fruchtzucker als die meisten anderen Obstsorten. Sie ist also nicht nur nahrhaft, sondern auch in puncto Kalorienzahl ein echtes Leichtgewicht. Außerdem ist sie ausgestattet mit einer ordentlichen Portion an Vitaminen, die fast einmal quer durch die Bank gehen: Vitamin C und viele verschiedene Vitamine der B-Gruppe machen die kleine Beere zum Verdauungshelfer. Die enthaltenen Antioxidantien verlangsamen Alterungsprozesse im Körper. Perfekt, um das Müsli morgens etwas aufzupeppen.

Gänseblümchen

Auch diese kleine Wildblüte wird häufig unterschätzt, denn sie ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch richtig gesund. Wie viele Wildkräuter ist sie reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Beim Sammeln solltest du aber darauf achten, die Blümchen nicht in der Nähe von stark befahrenen Straßen oder in Industriegebieten zu sammeln. Über die Wurzeln nehmen die Pflanzen nämlich Giftstoffe aus Abgasen auf. Am besten schaust du einfach im eigenen Garten nach.

Alors, liebe Leserin, das sind natürlich nur ein paar der Kräuter und Früchte, die jetzt im April Blüte- und Erntezeit haben und richtige Alleskönner in der Küche sind. Du hast fleißig gesammelt, aber weißt jetzt nicht so recht, was du mit den Kräutern anfangen sollst? Hier kommt eins meiner liebsten Frühjahrsrezepte mit vielen unterschiedlichen Kräuterkomponenten. Du kannst es natürlich nach Belieben noch aufpeppen und nach Herzenslust umgestalten:

Zutaten

  • 250g Löwenzahn, Brennnessel, Gänseblümchen, Bärlauch, Fenchelgrün
  • 1 El Olivenöl
  • etwas Zitronensaft, Salz und Pfeffer
  • 300 ml Wasser
  • 70g Fetakäse

Zuerst die Kräuter gründlich waschen und abtropfen lassen. Mit Ausnahme des Fenchels nun die Kräuter blanchieren und danach kurz in Eiswasser tauchen. Feta schneiden und zugeben und alles mit der gewünschten Menge Zitronensaft, Salz und Pfeffer garnieren. Et Voilá – schon steht der Frühlingssalat. Dazu passen übrigens Croutons oder Weißbrot hervorragend.