Madame Missou

Welttag des Buches – Ein Interview mit Madame Missou

Incroyable – mittlerweile sind bereits neun Bücher von mir beim GABAL Verlag erschienen. Diese Tatsache (die mich immer noch sprachlos macht) und der Welttag des Buches am 23. April, haben mein tolles Team vom GABAL Verlag dazu veranlasst, ein Interview mit mir zu führen! Aufregend!

Neun meiner kleinen Ratgeber sind nun schon auf dem Markt, weitere sechs folgen noch in diesem Jahr. Manchmal muss ich mich tatsächlich kneifen, um sicherzugehen, dass ich nicht träume. Das Schreiben ist neben meiner Familie, meinen Freunden und meinem kleinen Café meine absolute Leidenschaft – und du als meine Leserin ermöglichst mir, ihr nachzugehen, dafür bin ich dir unendlich dankbar! Und dazu gehört nicht nur das Schreiben meiner Texte im stillen Kämmerlein: Auch der Austausch mit dir, liebe Leserin, oder mein Auftritt auf der Frankfurter Buchmesse im letzten Jahr sind ganz besonders schöne Aspekte meiner Autorinnentätigkeit. Was sonst noch alles rund ums Schreiben und meine Bücher passiert, erfährst du in dem Interview anlässlich des Welttags des Buches mit mir geführt hat. Los geht’s:

GABAL: Liebe Madame Missou, woher nimmst du eigentlich die Ideen für deine Bücher?

Madame Missou: Ich bin ja Inhaberin eines kleinen Cafés. Da schnappt man so Einiges von den Gästen auf und kommt oft miteinander ins Gespräch. So merke ich, welche Themen die Menschen gerade besonders beschäftigen, wovor sie Angst haben, was ihnen Sorgen macht, aber auch, wie sie damit umgehen. Da findet man immer wieder neue Inspirationen!

GABAL: Als Ratgeberin im Café zu fungieren und Bücher zu schreiben sind aber doch zwei ganz unterschiedliche Dinge. Wie kamst du zum Schreiben?

Madame Missou: Ich fände es schade, wenn all dieses gesammelte Wissen verloren ginge, also hab ich irgendwann beschlossen, es einfach aufzuschreiben. Natürlich recherchiere ich auch Hintergrundwissen und vertiefe mich in jedes einzelne Thema. Ich war schon immer sehr vielseitig interessiert und probiere gern neue Dinge aus. Dazu zählen dann zum einen die vielen Tipps, Ratschläge und Methoden, die ich im Freundeskreis und im Café höre und zum anderen natürlich das Schreiben an sich. Solange es mir Spaß macht und meine Leserinnen von den Büchern profitieren, werde ich mit Sicherheit weitermachen.

GABAL: Was ist dir beim Verfassen deiner Bücher besonders wichtig? Also was sollen die Menschen mitnehmen?

Madame Missou: Grundsätzlich schreibe ich ja über viele verschiedene Themen. Besonders wichtig ist mir dabei, dass meine Leserinnen eine positive Grundhaltung einnehmen, sich selbst Aufmerksamkeit schenken und aufhören, ihr Licht unter den Scheffel zu stellen. Das bezieht sich eigentlich auf alle Lebensbereiche, sei es Selbstbewusstsein, Achtsamkeit oder auch Stressreduktion. Wer sich selbst achtet und schätzt, der geht auch ganz anders mit sich und seinem Körper um und – das ist besonders schön – wird von der Umwelt auch ganz anders wahrgenommen. Es ist also eine Art Kreislauf. Das schönste Geschenk für mich wäre, wenn meine Leserinnen durch meine Ratgeber zu dieser selbstwertschätzenden Haltung finden würden.

GABAL: Du hast es gerade selbst erwähnt: Du schreibst über ein ganzes Potpourri an Themen. Gibt es ein Thema, das dir besonders am Herzen liegt?

Madame Missou: Das kann ich so nicht behaupten. Alle Themen, die ich für meine Ratgeber auswähle, sind für mich gleichermaßen von Bedeutung und ich stecke viel Herzblut und Gedanken in jedes einzelne Buch. Alors, ich begeistere mich für wirklich jedes meiner Themen!

GABAL: Deine Ratgeber sind ja mit vielen Tipps und Methoden auch sehr praktisch angelegt. Hast du die alle vorher selbst ausprobiert?

Madame Missou: Naturellement! Wie schon gesagt, bin ich sehr neugierig und immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen und Erlebnissen. Das ist aber auch nur die halbe Wahrheit: Ich würde mich unwohl dabei fühlen, meinen Leserinnen etwas zu empfehlen, das ich nicht vorher selbst erprobt und für gut befunden habe. Klar, jeder hat unterschiedliche Vorlieben und nicht jeder Tipp passt zu jedem Charakter. Mir ist aber wichtig, dass zumindest theoretisch alle meine Methoden funktionieren können.

GABAL: Und gab es da mal einen besonders witzigen Moment oder eine besonders skurrile Methode, die du ausprobiert hast?

Madame Missou: Lustige Momente gab es schon viele. Zum Beispiel als ich mit meiner Freundin Fabienne im letzten Sommer lachend über ein Rapsfeld gelaufen bin und die Leute uns ganz seltsam angesehen haben. Die Methode haben wir für mein Buch Madame Missou lebt stressfrei getestet.Es geht im Kern darum, die Welt zwischendurch mal wieder mit den Augen eines Kindes zu sehen und Kraft aus der Natur zu schöpfen.

Etwas skurril und zumindest am Anfang mit ein wenig Überwindung verbunden war auch meine allererste Lachyoga-Stunde. Das war im Rahmen der Recherche für Madame Missou hat gute Laune. Der Grundgedanke ist, dass aus künstlichem irgendwann echtes Lachen entsteht. Man überlistet sich also selbst. Ich mache das bis heute, wenn mal ein Stimmungstief droht.

GABAL: Vielen Dank, liebe Madame Missou. Wir sind gespannt auf deine neuen Bücher.

Madame Missou: Danke euch! Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit. Auf viele neue Bücher – und den Welttag des Buches natürlich!