Madame Missou

Wie ich den Welttag des Buches mit Ostern verbinde

Alors, liebe Leserin, die Ostertage liegen hinter uns – aber damit sind die Feiertage noch nicht ganz vorbei. Denn am 23. April feiern wir den Welttag des Buches. Zwar ohne Eier, aber sehr wohl mit Hasen!

Lag bei dir vielleicht auch ein Buch im Osternest, liebe Leserin? Was kann es Schöneres geben als an den ersten warmen Tagen draußen zwischen den Blumen zu liegen und beim Schmökern richtig schön in andere Welten zu versinken? Genau so geht es mir übrigens auch, wenn ich meine Ratgeber für dich schreibe. Ich kann wunderbar abschalten, vergesse alles um mich herum und konzentriere mich voll und ganz auf meine Herzensthemen. Es ist schon fast ein wenig meditativ. Aber eine Autorin wäre keine Autorin ohne ihre Leserinnen – und deswegen begebe ich mich auch regelmäßig auf die andere Seite der Schreibfeder und blicke über den Buchdeckel hinaus, auf der Suche nach weiteren tollen Büchern.

Kaninchen killen? Nicht sehr österlich?!

Als ich in diesem Jahr auf der Suche nach einem Begleiter für den Schokohasen im Osternest war, bin ich auf das tolle Buch meiner Verlagskollegen Ralf Schmidt und Mona Schnell gestoßen. Warum mir der Ratgeber ausgerechnet zu dieser Jahreszeit ins Auge gesprungen ist? Ganz einfach! Wegen des Hasen auf dem Cover und des provokanten Titels: „Kill dein Kaninchen!“ Da musste ich einfach einen Blick reinwerfen. So viel kann ich schon verraten: Es wird nicht zum kollektiven Hasenmord aufgerufen, also auch rund um die Osterzeit brauchst du hier keine falsche Scheu zu haben, liebe Leserin.

Wie ein Kaninchen im Scheinwerferlicht

Der Inhalt des Buchs kreist nämlich gar nicht vorwiegend um Kaninchen, sondern um Ängste und wie wir ihnen begegnen können. Der Buchtitel entstammt einer Metapher, die die beiden Autoren direkt zu Anfang heranziehen: Wenn wir uns mit irrationalen Ängsten plagen und überraschend von ihnen überfallen werden, bleiben wir oft starr und unbeweglich wie ein Kaninchen im Scheinwerferlicht. Und genauso wie der unglückliche Nager werden wir im Anschluss meist von unseren Ängsten überrollt. Dabei muss das nicht sein! Viele Ängste sind hausgemacht, zum Beispiel die überzogene Angst vor Krankheiten, vor Neuem oder schlicht vor der Zukunft. Jeder Angst haben die Autoren ein „Kaninchen-Pendant“ zur Seite gestellt: das Apotheken-Umschau-Kaninchen, das Traditionskaninchen … diese ganz und gar nicht niedlichen Nager gilt es zu killen! Bien sûr, das klingt doch nach einer Methode, gegen die selbst PETA nichts einzuwenden hätte, non?

Für die Nach-Osterzeit gilt also: Kill dein Kaninchen!

Ich konnte das Buch nach den ersten Seiten gar nicht mehr aus der Hand legen und genau deshalb will ich es dir zum Welttag des Buches ans Herz legen. So überraschend und ungewöhnlich wie der Titel ist nämlich auch der Inhalt des Ratgebers. Das große Thema „Ängste“ wird ohne erhobenen Zeigefinger, aber dafür mit einer ordentlichen Portion Humor behandelt – und persönliche Anekdoten meiner tollen Autorenkollegen lockern das Ganze zusätzlich auf.

Ich koche mir jetzt einen schönen Kaffee und lese mal nach, welche Falle ich meinem „Traditions-Kaninchen“ stellen kann, damit ich noch aufgeschlossener gegenüber Neuem werde.